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Krefeld
CDU für Videokamera im Rathaus-Parkhaus

Krefeld: CDU für Videokamera im Rathaus-Parkhaus
Am Rathaus-Parkhaus: "Die Zustände an den Zu- und Abgängen sind unzumutbar", so CDU-Ratsherr Walter Fasbender. "Es gibt Belästigungen, Beeinträchtigungen und Verunreinigungen, die unbedingt unterbunden werden müssen." FOTO: Lothar Strücken
Krefeld. Ratsherr Walter Fasbender könnte sich auch den verstärkten Einsatz eines Wachdienstes vorstellen. Von Joachim Niessen

Der Druck auf die Verwaltung wegen der katastrophalen Rahmenbedingungen am und im Rathaus-Parkhaus nimmt zu. "Urin, Kot, Spritzen - Fixer in den Ecken und Blut an den Wänden. Es kann nicht sein, dass die Verwaltung diese ekelerregende Situation achselzuckend akzeptiert und dann die Hände in den Schoß gelegt werden", erklärt Walter Fasbender, Sprecher der CDU im städtischen Ordnungsausschuss. Und seine Kritik macht nicht an der Rathausschranke Halt: "Dasselbe Problem gibt es am Seidenweberhaus. Der Oberbürgermeister ist gefordert, sich endlich zu kümmern und diese unhaltbaren Zustände abzustellen."

Schon seit Monaten sind vor allem die Anwohner verzweifelt. Immer wieder weisen sie auf Vorfälle hin. "Vor allem wir Frauen haben im Parkhaus panische Angst", so eine Betroffene vor der jüngsten Sitzung des Ordnungs- und Sicherheitsausschusses. "Man hat den Eindruck, im Parkhaus herrscht ein rechtsfreier Raum."

Auch Teile der Politik nimmt diese Situation "mit großer Besorgnis" zur Kenntnis. "Die Zustände an den Zu- und Abgängen sind unzumutbar", so Fasbender. "Es gibt Belästigungen, Beeinträchtigungen und Verunreinigungen, die unbedingt unterbunden werden müssen." Gerade mit Blick auf die zahlreichen Kunden, die jetzt in der Adventszeit verstärkt in die City strömen, zeigt sich der Politiker verärgert. "Ich habe es in der vergangenen Woche in der Rathausgarage selbst erlebt", beschreibt Fasbender die Situation und ergänzt: "Die Zustände sind schlimm. Krefeld erhält durch diese Stelle langsam eine traurige Berühmtheit, die sich weit über die Grenzen herumspricht. Besucher des Weihnachtsmarkts bekommen schon beim Parken einen tollen Eindruck und verlassen die Stadt später mit Uringestank in der Nase." Das "Jammern" von Oberbürgermeister Frank Meyer mit Blick auf die finanzielle Situation der Stadt ist für die CDU kein stichhaltiges Argument. Rund 350.000 Euro würde es nach Auskunft der Verwaltung kosten, das Parkhaus "zugangssicher" zu machen. Das heißt: Das Betreten wäre dann nur mit einer gültigen Parkkarte möglich. Doch Fasbender hält auch weitere Möglichkeiten für überlegenswert. So sollte unter anderem über eine Videoüberwachung oder über einen verstärkten Einsatz des Wachdienstes nachgedacht werden. "Nichts zu tun und den Kopf in den Sand zu stecken, das ist keine Alternative", so der Christdemokrat.

Ähnlich argumentiert Parteikollege Timo Kühn: "Eine regelmäßige Grundreinigung müsste dem Betreiber wenigstens zugemutet werden können. Wenn man die Blutspritzer an den Wänden und die Fäkalien auf dem Boden sieht, dann ist es doch das Mindeste, hier mal einen Reinigungstrupp zu beauftragen."

Einen völlig anderen Vorschlag macht Linke-Ratsherr Stephan Hagemes: "Seit Jahren fordern wir die Einrichtung von Fixerstuben in Krefeld. Damit wäre zumindest ein Teil des Problems in den Parkhäusern gelöst." Antworten der Verwaltung auf die Überlegungen von Fasbender und Hagemes gab es im Ordnungs- und Sicherheitsausausschusses nicht.

Quelle: RP
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