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Krefeld
CDU nominiert Britta Oellers für Wahlkreis 47

Krefeld: CDU nominiert Britta Oellers für Wahlkreis 47
Britta Oellers, CDU FOTO: Grünw.
Krefeld. Die CDU Krefeld hat einstimmig Britta Oellers als Landtagskandidatin nominiert. Auch andere Parteien stellten Weichen. Von Jens Voss

Die Nachricht muss eine eigene Dynamik bei dieser Sitzung des Krefelder CDU-Kreisvorstandes entfaltet haben: Nachdem Simone Roemer, wie berichtet, ihren Rückzug von der Landtagskandidatur erklärt hatte, einigte sich der Vorstand einstimmig darauf, Ratsfrau Britta Oellers für Krefeld ins Rennen um die Landtagskandidatur zu schicken. Und zwar, wie es in einer Pressemittelung heißt, nach einem "spannenden innerparteilichen Diskussionsprozess". Damit gilt Peter Kaiser, der ebenfalls seinen Hut in den Ring geworfen hatte, als chancenlos, obwohl ihm niemand verbieten kann, beim Nominierungsparteitag anzutreten.

Das innerparteiliche Rennen um die Landtagskandidatur im Wahlkreis Krefeld I/ Viersen III wird sich nun zwischen Oellers und dem Tönisvorster CDU-Mann Dirk Louy entscheiden. Krefelds Parteichef Marc Blondin hat beim jüngsten Kreisparteitag schon mal dazu aufgerufen, dass die Krefelder CDU-Mitglieder zahlreich zum Nominierungsparteitag am 28. Juni erscheinen, damit Krefeld seinen Kandidaten gegen Tönisvorst durchsetzt.

Die Verhältnisse im rein Krefelder Wahlkreis 48, wo sich Blondin und der CDU-Ratsherr Michael Zecha gegenüberstehen, sind die Verhältnisse nicht so klar. Dem Vernehmen nach gab es im Parteivorstand kein klares Bild; weder Zecha noch Blondin hatten eine klare Mehrheit hinter sich. Und so wartet man in diesem Fall noch ab mit einer Empfehlung.

Mit Britta Oellers schickt die Krefelder CDU eine Frau ins innerparteiliche Rennen, die bei der CDU hohes Ansehen genießt. "Mein Ziel ist es, wie bisher für die Menschen zu arbeiten. Landespolitik muss wieder vor Ort stattfinden", erklärte Oellers gestern. "Meine Herzensangelegenheit sind Kita, Bildung und Pflege", so die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion.

Die 42-jährige Bankkauffrau und Mutter eines Sohnes arbeitet seit Jahren auf den Themenfeldern Jugend, Schule, Soziales und Senioren. Auch durch finanzpolitischen Kenntnisse hat sie sich Respekt erworben. Oellers ist im Krefelder Süden verwurzelt. Ehrenamtlich engagiert sie sich etwa als Vorsitzende des Trägervereins Jugendzentrum Fischeln.

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Auch in anderen Parteien sind personelle Entscheidungen gefallen. Der Krefelder FDP-Politiker Otto Fricke möchte bei der Bundestagswahl 2017 für die FDP kandidieren. Dies gab der 50-jährige Rechtsanwalt unter einmütiger Zustimmung bei der Klausurtagung des FDP-Bezirksvorstands Niederrhein in Kalkar bekannt. Fricke, Partner einer internationalen Unternehmens- und Kommunikationsberatung, gehörte dem Bundestag von 2002 bis 2013 an. In dieser Zeit war er unter anderem Vorsitzender des Haushaltsausschusses und parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion. Fricke möchte sich als Direktkandidat im Wahlkreis "Krefeld I - Neuss II" und dann auf der Landesliste der Freien Demokraten NRW bewerben. "In unserem Land herrscht zu viel Stillstand"; die Große Koalition blockiere sich und schaffe es nicht, das Land "enkelfit" zu machen, erklärte er. "Wir müssen die soziale Marktwirtschaft wiederbeleben, Innovationen fördern und darauf achten, dass der Staat solide handelt, die Schwachen schützt und der Wirtschaft Raum zum Atmen gibt. Kurz gesagt: Die FDP fehlt im Bundestag."

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Bei den Grünen wählten die Wahlkreisversammlungen Krefeld und Tönisvorst die Direktkandidaten für die Landtagswahl. Im Wahlkreis 47 setzte sich Karsten Ludwig (23) gegen den Vorsitzenden des Integrationsrats, Sayhan Yilmaz, mit 77 Prozent der Stimmen durch. Ohne Gegenkandidaten wurde die ehemalige grüne Bürgermeisterin Monika Brinner (60) als Kandidatin für den Wahlkreis 48 gewählt.

Ludwig beendet derzeit sein Studium der sozialen Arbeit und arbeitet im Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Ulle Schauws,

Brinner arbeitet als Bibliothekarin in der Universität Duisburg-Essen.

Quelle: RP
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