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Krefeld
CDU-Ratsherr kritisiert Haltung der SPD-Bürgermeisterin zu Siempelkamp

Krefeld. CDU-Ratsherr Walter Fasbender wirft Gisela Klaer (SPD) vor, die Möglichkeiten zum fairen Dialog mit dem Unternehmen nicht genutzt zu haben.

Reaktionen auf Entscheidungen von Unternehmen, Arbeitsplätze abzubauen, verlaufen oft nach dem gleichen Muster: Gewerkschaften und arbeitnehmerfreundliche Gruppen und Parteien erklären ihr Unverständnis und sich öffentlich solidarisch mit den Betroffenen. CDU-Ratsherr Walter Fasbender, Vorsitzender der Fraktion in der Bezirksvertretung Krefeld-Nord, bezeichnet solche Mechanismen als scheinheilig und kritisiert die Erste Bürgermeisterin Gisela Klaer (SPD) für ihre Stellungnahme zu der Entscheidung der Krefelder Siempelkamp-Holding, 350 Stellen in Deutschland bis 2017 abbauen zu wollen.

Als örtliche SPD-Politikerin und als Mitglied des örtlichen Bürgervereins hätte sie bereits in der Vergangenheit den Dialog mit der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat des Unternehmens suchen und finden können. So, wie das die CDU Krefeld-Nord seit Jahren auch praktiziert habe, sagte Fasbender. Statt dessen habe Gisela Klaer sich nur mit den negativen Begleiterscheidungen der Produktion der Firma Siempelkamp am Standort Inrath auseinandergesetzt: Deren Haltung zu Lärmemissionen, Verkehr und Infraschall seien ein, wenn auch kleiner, Mosaikstein zu der jetzt von der Geschäftsführung des Unternehmens getroffenen Entscheidung gewesen, glaubt Fasbender.

"Der Dialog ist für das wechselseitige Verständnis oft sehr hilfreich und nützlich. Eine öffentliche Auseinandersetzung, wie sie jetzt von Bürgermeisterin Gisela Klaer initiiert wurde, schadet dagegen dem Ansehen des Wirtschaftsstandortes Krefeld und den hier tätigen Unternehmen, die im Rahmen der Wirtschaftsförderung unterstützt werden sollten, anstatt sie zu kritisieren. Dadurch werden Arbeitsplätze gefährdet, für deren Sicherung wir uns zielführend und wirksam einsetzen sollten", erklärte der CDU-Ratsherr. Gisela Klaer hatte gefordert, den Stellenabbau bei Siempelkamp verträglich zu gestalten. Die Mitteilung des Unternehmens, auch Arbeitsplätze in Krefeld zu streichen, sei für sie nicht nachvollziehbar. Es müsse jetzt gemeinsam mit dem DGB, der Belegschaft und der Unternehmensführung nach einer verträglichen Lösung gesucht werden, erklärte sie. Sie wolle das Gespräch mit der Konzernspitze suchen.

Die CDU werde sich auch in Zukunft für Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung einsetzen, das sei sicher, erklärte Ratsherr Jürgen Wettingfeld gestern. In einer Zeit, in der der Stellenabbau bei Siempelkamp hohe Wellen schlage, sei auch die Kritik der Grünen am zukünftigen interkommunalen Gewerbegebiet an der Autobahn 44 unverständlich. Immerhin würden für dieses Gewerbegebiet 5000 neue Arbeitsplätze vorhergesagt. Gott sei Dank stünden die Grünen mit ihrer Auffassung im Ausschuss für Stadtplanung und Stadtsanierung isoliert da, sagt Wettingfeld.

(sti)
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