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Krefeld
Chorkonzert: Bruckner und Mozart begeistern

Krefeld. Kapellmeister Michael Preiser, der zurzeit die Chordirektorin Maria Benyumova vertritt, wählte für sein erstes Chorkonzert in der gut besuchten Krefelder Friedenskirche zwei unbekannte geistliche Werke von bekannten Komponisten.

Der Abend begann mit der "Litanei vom allerheiligsten Altarssakrament", die Wolfgang Amadeus Mozart im Jahre 1776 schrieb. In neun klanggesättigten Teilen wechselten sich vier Solisten und Chor ab, begleitet von einem nicht allzu groß besetzten Orchester. Preiser führte mit klarem Dirigat alle Beteiligten durch diverse, bestens gemeisterte vokale Schwierigkeiten. Da ist die gefürchtete Doppelfuge "Pignus futurae gloriae" zu nennen, die der "Niederrheinische Konzertchor", den der Dirigent und seine beiden Stimmbildnerinnen Sabine Sanz und Charlotte Schäfer minutiös vorbereitet hatten, präzise und klangschön bewältigte. Solotenor James Park brillierte in der virtuosen Arie "Panis vivus", und Julia Danz - stimmlich merklich verbessert - fand strahlende, sichere Sopranhöhen und innigen Ausdruck in "Dulcissimum convivium" und dem abschließenden "Agnus Dei."

Ein ausgesprochenes Chorwerk mit hohem Anspruch und beindruckender Ausdruckskraft war das zweite Werk des Abends - die Messe Nr.1 d-Moll von Anton Bruckner, 1864 komponiert. Jubel und Flehen, schlichte choralartige Passagen und polyphone Kunst vereinigt der fromme Komponist in seinem Werk. Die Damen und Herren des Konzertchores bewältigten die erheblichen Herausforderungen mit (bei den Herren manchmal zu knalliger) Klangpracht und großer Intensität. Wunderschön das abschließende "Dona nobis pacem", die Bitte um Frieden. Begeisterter Applaus für alle Mitwirkenden.

(Feh)
 
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