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Krefeld
City-Kirche St. Dionysius vor der Vollendung

Krefeld: City-Kirche St. Dionysius vor der Vollendung
Viel heller präsentiert sich die Dionysiuskirche, wenn die Fenster unter dem Baldachin geöffnet sind. Die Altarinsel wurde verkleinert und von den Säulen abgesetzt. FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)
Krefeld. Das Gotteshaus der Pfarre Papst Johannes XXIII. ist das einzige Kirchengebäude im Bistum mit vier Angeboten: Messen, persönliche Besuche, City-Pastoral und "Das tägliche Brot". Dafür wird es seit Jahresanfang für 900.000 Euro umgestaltet. Von Jochen Lenzen

Die Dionysiuskirche wird als einziges Sakralgebäude des Bistums sowohl für Gottesdienste und persönliche Besuche als auch für die City-Seelsorge und die Lebensmittelhausgabe "Das tägliche Brot" genutzt. Nur das Pfarrbüro bleibt an der Breitestraße. Damit die genannten Funktionen täglich und ohne gegenseitige Störungen angeboten werden können, wird die Kirche seit Anfang des Jahres nach den Plänen des Monschauer Architekten Elmar Sommer umgestaltet. Ab Montag können wieder Gottesdienste gefeiert werden.

Blick aus dem kleinen Raum der City-Seelsorge neben dem Hauptportal nach draußen. Vor der festen Glaswand bleibt die Tür symbolisch geöffnet. FOTO: Thomas Lammertz

Damit die Kirche auch optisch einen offenen Eindruck bietet, wurde zunächst der Zugang direkt hinter dem Hauptportal von sichtbehindernden Trägern und Rahmen befreit. "Auch der Anstrich aller Eichenportale in Oxidrot dient der einladenden Optik. Diese warme Farbe hat fast eine ansaugende Wirkung", sagen Franz-Joseph Greve und Birgit Schmitz vom Kirchenvorstand und Bauausschuss der Pfarrgemeinde Papst Johannes XXIII.

Im Innern kann man erahnen, dass sich insbesondere der rückwärtige Raum unter dem markanten Baldachin künftig hell und freundlich präsentieren wird. Dort wurde eine Wand abgetragen, die dahinter liegenden Fensteröffnungen freigelegt und am Mittwoch mit Rahmen versehen. Ob die anschließend wieder verbretterten Fenster bis Montag eingeglast sind, stand gestern noch nicht fest. Unter den Fenstern wurden anstelle einer früheren Tür zwei steinerne Stelen in einer Weißglaswand aufgestellt.

Fabienne von der Hocht und Alexander Langenau bei der Feinarbeit an den Beschlägen eines der oxidrot gestrichenen Eichenholzportale. FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)

Unter dem Baldachin, wo früher der Hauptaltar und später das Taufbecken standen, wird das Tabernakel seinen Platz finden. Früher stand es auf dem südlichen Nebenaltar, der zugunsten eines Zugangs für den Raum der Aktion "Das tägliche Brot" weggenommen wurde; der Raum bietet jetzt neue Lager- und Kühlmöglichkeiten für die Lebensmittel. Das Taufbecken wird im Mittelgang platziert.

Für die City-Seelsorge steht dem Pastoralteam die südliche Seitenkapelle zur Verfügung. Darüber hinaus wird dafür südlich neben dem Hauptportal der kleine Raum hergerichtet. Dessen Tür wird vor einer Glaswand symbolisch offenstehen; der Zugang erfolgt aber durch das Hauptportal. In dem entsprechenden Raum nördlich des Hauptportals wird eine Toilettenanlage installiert, deren Schlüssel übrigens nur auf Anfrage zu bekommen ist.

Das im Unterbau der Altarinsel gefundene Kapitell. FOTO: eso

Durch eine Einzelspende konnte auch die oktogonale, zuletzt als zu wuchtig empfundene Altarinsel im Zentrum der Kirche auf eine quadratische Fläche geringfügig verkleinert werden; bei den Arbeiten wurde im Unterbau der Nordstufen ein altes Säulenkapitell gefunden, das zurzeit in der Sakristei verwahrt wird. Die Bänke um die Altarinsel sind nun nicht mehr im großen Halbrund aufgestellt, sondern in Mittel- und Seitenschiffen rechtwinklig auf den Altar ausgerichtet.

"Bei einer solchen Umgestaltung will man einerseits möglichst viel erhalten, um dem Heimatgefühl Rechnung zu tragen; andererseits möchte man eine zeitgemäße Optik schaffen. Wir glauben, dass wir einen guten Mittelweg gefunden haben", sagen Birgit Schmitz und Franz-Joseph Greve.

Quelle: RP
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