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Krefeld
Container für Fungendonk-Schule

Krefeld: Container für Fungendonk-Schule
Die Gesamtschule Kaiserplatz ist bei Viertklässlern beliebt. FOTO: bkö
Krefeld. Die Geschwister-Scholl-Grundschule wird im Sommer drei Eingangsklassen bilden. Von Bärbel Kleinelsen

Die Eltern von Vorschulkindern warten derzeit gespannt auf Post. Wird ihr Kind an der Wunsch-Grundschule angenommen? "Die Briefe werden in den nächsten Tagen rausgehen", verspricht Renate Peters vom Schulamt der Stadt Krefeld und erklärt: "Wir haben uns in diesem Jahr Zeit gelassen, um alles gründlich vorzubereiten und Lösungen für Probleme zu finden. Das ist uns auch ganz gut gelungen." Wären die Anmeldebestätigungen sonst Ende Januar rausgegangen, sei es deswegen diesmal etwas später geworden. Dafür müssten jetzt aber auch deutlich weniger Kinder abgewiesen werden.

Probleme hatte es vor allem an der Geschwister-Scholl-Grundschule am Fungendonk gegeben. Dort lagen fürs kommende Schuljahr 83 Anmeldungen vor. Da die Grundschulen Fungendonk und Thielenstraße üblicherweise im Wechsel zwei oder drei Eingangsklassen bilden, wären es an der Geschwister-Scholl-Grundschule turnusgemäß diesmal zwei gewesen. "Dann hätten wir 27 Kinder, also eine ganze Klasse abweisen müssen", erklärt Renate Peters, die sich die Lage auch vor Ort ansah und schnell feststellte, dass die Schülerzahl besonders durch die Neubaugebiete im Umkreis der Schule, aber auch durch städtebauliche Entwicklungsvorhaben in Oppum weiter ansteigen wird. In ihrer Stellungnahme kamen die Experten des Schulamts deswegen zu dem Fazit, dass am Fungendonk eine dritte Eingangsklasse gebildet werden sollte. Platz für eine weitere Klasse hat die Schule aber derzeit nicht. Aktuell werden zehn Klassen in zehn Räumen unterrichtet. Der zusätzlich benötigte Raum soll deswegen durch die Anmietung eines Containers geschaffen werden. Dem stimmten die Schulausschussmitglieder zu. Langfristig soll überlegt werden, die Schule baulich zu erweitern, zumal es sich laut Schulamt um eine der Krefelder Grundschulen mit den geringsten räumlichen Kapazitäten pro Schüler handele. Ein Neubau ist jedoch noch Zukunftsmusik. Derzeit wird geprüft, ob der Erwerb eines Containers nicht auf die Jahre gesehen kostengünstiger sein könnte als Mietzahlungen. Für vorbereitende Arbeiten wie Fundament oder Entwässerung fallen 9000 Euro an. Die Mietkosten über vier Jahre würden sich auf insgesamt 17 820 Euro belaufen, gestaffelt in 5400 Euro fürs erste, 4680 Euro fürs zweite, 3960 Euro fürs dritte und 3780 Euro fürs vierte Jahr. "Wir sind wirklich froh, dass wir diese Lösung gefunden haben", erklärte Renate Peters.

Quelle: RP
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