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Krefeld
Covestro investiert drei Millionen Euro in Uerdingen

Krefeld. Das Investment zeigt laut Unternehmen, dass die Produktion in Uerdingen für Covestro eine hohe Bedeutung hat. Von Norbert Stirken

Ein starkes Signal sendet die Geschäftsführung von Covestro - vormals Bayer Material Science - an die Belegschaft in Uerdingen und die Stadt Krefeld. Als die Pläne des Leverkusener Pharma- und Chemiekonzerns Bayer, seine Sparte unter dem Namen Covestro ausgliedern zu wollen und damit an die Börse zu gehen, vor einigen Monaten bekannt geworden waren, machten sich viele in Krefeld Gedanken über die Zukunft des Unternehmens.

Gestern teilte Covestro mit, dass sie "die Produktion einer Spezialität am Standort Uerdingen modernisiert" habe. Der MDI-Betrieb wurde jetzt mit einer neuen Schuppenwalze ausgerüstet. MDI bedeutet Methylendiphenylisocyanat. Das ist ein wesentlicher Rohstoff für Polyurethan, Polyamidimid beziehungsweise für Weichschaum-, Isolierschaum- und Klebstoffe. Die Investition in Höhe von rund drei Millionen Euro sei ein Bekenntnis zum Standort. "Dieses Investment zeigt, dass die Produktion in Uerdingen für Covestro eine hohe Bedeutung hat", erklärt MDI-Abteilungsleiter Stephan Klein. Insgesamt werden mit der Schuppenwalze spezielle Varianten hergestellt, die auf individuelle Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten werden. Dazu zählen beispielsweise Produkte für die Automobil-, Bau- und Holzindustrie. MDI wird je nach Kundenwunsch in rund 130 Varianten angeboten: mal flüssig und farblos wie Wasser, aber auch fest, weiß und eben schuppig. Schuppen haben den Vorteil, dass sie ohne Qualitätsverlust länger haltbar und insbesondere im kleineren Maßstab einfacher zu handhaben sind. Dieses so genannte "MDI Flake Material" ist daher besonders für die Kunden interessant, die nur kleinere Mengen über einen größeren Zeitraum benötigen. Diese "speziellen" MDI-Produkte werden unter anderem in Oberflächenbeschichtungen verwendet. "Covestro ist einer von wenigen Anbietern auf der Welt. Mit dieser Investition wollen wir langfristig unsere Marktposition ausbauen, zumal die Nachfrage zuletzt deutlich zugenommen hat", betont Klein. Die Schuppenwalze wird mit einer Kältemittelanlage tiefgekühlt und in das flüssige MDI-Produkt "eingetaucht". Durch die Kälte verfestigt sich das flüssige MDI an der Walze. Diese Schicht wird abgetragen und automatisch in Fässer eingefüllt. Durch eine neue Fließband- und Robotertechnik werden die Fässer dann palettiert. Dank dieser Automatisierung kann die Anlage bei Bedarf auch deutlich höhere Mengen verarbeiten. Der MDI-Betrieb ist somit für die steigende Nachfrage bestens gerüstet.

Quelle: RP
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