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Krefeld
Das weltweit größte Spezialgasewerk von Air Liquide ist in Gellep

Krefeld: Das weltweit größte Spezialgasewerk von Air Liquide ist in Gellep
Anton Hübner, Standortleiter Air Liquide, und Susanne Brüggemann, Direktorin Operations Industrial Merchant, zeigen Oberbürgermeister Frank Meyer (Mitte) das Unternehmen. FOTO: Air Liquide
Krefeld. Oberbürgermeister Frank Meyer erklärte bei einem Besuch, dass Stadt und Rheinbahn eine Bahnlinie durch den Hafen planen.

Der französische Konzern "Air Liquide" entstand vor mehr als 100 Jahren aus der einfachen Idee, Sauerstoff aus Luft industriell herzustellen. Als Weltmarktführer im Bereich Gase, Technologien und Services für Industrie und Gesundheit versorgen mittlerweile 65.000 Mitarbeiter in 80 Ländern mehr als zwei Millionen Kunden und Patienten. In Deutschland sind 4500 Mitarbeiter beschäftigt, davon rund 200 am Standort Gellep, wo sich an der Bataverstraße seit 1979 das weltweit größte Spezialgasewerk von Air Liquide befindet. Auf Einladung von Standortleiter Anton Hübner hat Oberbürgermeister Frank Meyer dem Werk im Krefelder Rheinhafen einen Besuch abgestattet. "Zurzeit liegt unser besonderes Augenmerk auf dem Hafen", bemerkte der Meyer und nutzte deshalb gerne die Gelegenheit, sich als Ansprechpartner zu präsentieren und auch mit Vertretern der Arbeitnehmer ins Gespräch zu kommen. Bei einem Rundgang über das Firmengelände erläuterten Susanne Brüggemann, Direktorin Operations Industrial Merchant, und Hübner einzelne Produktionsschritte.

Bei der Zerlegung der Luft gewinnt das Unternehmen neben dem Sauerstoff auch Stickstoff und verschiedene Edelgase wie Xenon, Argon und Krypton. Diese technischen Gase wie auch die dazugehörigen Technologien und Services stellt das Unternehmen seinen Kunden aus unterschiedlichsten Branchen zur Verfügung, zum Beispiel aus den Bereichen Stahlbau, Luftfahrt, Electronics, Medizin und Lebensmittel. Alleine in Deutschland beliefert Air Liquide 100 000 Industriekunden und dazu 200 000 Patienten. "Die in Krefeld hergestellten Spezialgase sind Gasgemische, die von unseren Kunden in Auftrag gegeben werden", erläuterte Hübner. Vom Rheinhafen aus werden zum Beispiel Lungenfunktionsgase, Xenon als Anästhetikum oder Gase für die Chip-Herstellung in der Halbleiter- Industrie in Gasflaschen gefüllt und auf den Weg gebracht.

"Der Bereich der technischen Gase ist ein dynamisches Geschäft, und Air Liquide gilt als das Innovativste der Gasebranche", sagte Brüggemann. "Gleichzeitig steht bei uns immer die Sicherheit vor dem Ergebnis, das heißt, die sichere Arbeitsumgebung unserer Mitarbeiter und Nachbarn hat absolute Priorität." Bezüglich des Standorts äußerten die Gastgeber ihr Interesse an einer besseren Anbindung des Rheinhafens an den Öffentlichen Personennahverkehr. Gerade im Einstellungsprozess bei neuen Mitarbeitern oder Auszubildenden sei die Erreichbarkeit der Firma oft ein wichtiges Kriterium.

Meyer konnte in diesem Punkt Positives berichten: "Nach einer Befragung aller Unternehmen im Rheinhafen zu diesem Thema sind wir derzeit in konkreter Planung mit der Rheinbahn, dass zukünftig eine Bahnlinie durch den Hafen fährt." Was den gewünschten Anschluss des Hafens an die Bundesstraße B 288 angehe, sei die Verwaltung ebenfalls schon sehr weit in der Planungsphase und bearbeite dies mit hoher Priorität.

Quelle: RP
 
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