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Prozess vor dem Krefelder Landgericht
Dealer-Bande steht wegen Kokain-Verkauf vor Gericht

Krefeld. Eine mutmaßliche Bande von Dealern muss sich seit Donnerstag vor dem Landgericht verantworten. Sie sollen fast 2,3 Kilogramm Kokain in Umlauf gebracht haben. Der Straßenverkaufswert liegt im sechsstelligen Bereich.

In einer so genannten Bunkerwohnung am Nordwall sollen die Drogen deponiert worden sein. Drei der Angeklagten sollen sich bereits im Sommer 2016 mit weiteren Tätern zu einer Bande zusammengeschlossen haben. Die beiden Mitangeklagten, einer von ihnen ein 32-jähriger Krefelder, seien nach einigen Monaten hinzugekommen. Die Angeklagten sind laut Anklage äußerst konspirativ vorgegangen. Sie wechselten immer wieder Handynummern aus, bedienten sich einer Vielzahl von weiteren Helfern und verschlüsselten ihre Kommunikation mit Codewörtern.

Das Kokain soll zum Großteil in der Krefelder Innenstadt verkauft worden sein. Es geht um viel für die fünf Angeklagten, von denen vier keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Der Strafrahmen für bandenmäßigen Drogenhandel beginnt bei fünf Jahren, sollte kein minder schwerer Fall angenommen werden. Gestern wurde lediglich die Anklageschrift verlesen.

Die fünf Angeklagten haben noch keine Angaben zur Sache gemacht. Der Richter regte vor ihrer Anhörung zum Rechtsgespräch an, was bei einer Einigung möglicherweise eine lange Beweisaufnahme verkürzt und im Gegenzug mildere Strafen mit sich bringt. Sollten die Angeklagten sich nicht zu den Vorwürfen einlassen, werden wohl auch die Aufnahmen der umfangreichen Telefonüberwachung gehört werden müssen.

(BL)
 
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