| 00.00 Uhr

Krefeld
Debatte um Rückkauf von Haus Schönhausen

Krefeld. Bisher gibt es keine politische Mehrheit für den Rückkauf des Hauses Schönhausen von Unternehmer Gerald Wagener, der das Objekt zwischenzeitlich an die Deutsche Sportlotterie vermietet hatte. Nachdem Gerald Wagener im Juli verkündet hatte, dass die Deutsche Sportlotterie dort auszieht, hatte die SPD die Frage aufgeworfen, ob die Stadt ein Rückkaufrecht hat. Mittlerweile haben aber nach Informationen unserer Zeitung zwei Fraktionen Wagener signalisiert, dass sie das Haus nicht kaufen wollen. Die Stadt Krefeld hat ein Rückkaufsrecht für das Haus Schönhausen.

Gerald Wagener hatte das Haus Schönhausen 2013 gekauft, um dort die von ihm mit initiierte Deutsche Sportlotterie unterzubringen. 400 000 Euro hat er der Stadt Krefeld dafür nach eigenen Angaben gezahlt, zusätzlich einen Betrag von 700 000 Euro in die Sanierung investiert. Die Sportlotterie hat allerdings im ersten Jahr bei Weitem nicht so viele Teilnehmer gewinnen können wie erhofft.

Gestern wurde bekannt: Statt der mittelfristig erwarteten Jahresumsätze im dreistelligen Millionenbereich weist die Lotterie nach Informationen des WDR-Magazins "sport inside" aktuell einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 3,8 Millionen Euro auf. Die Zahl der Online-Spieler liegt danach bei weniger als 12.000, der Gesamtumsatz seit Februar bei weniger als 500.000 Euro.

Inzwischen soll es zwischen den Vertragspartnern, Lotto Hessen auf der einen Seite und den Krefelder Unternehmern Gerald Wagener und Torsten Töller, sowie Henry Maske auf der anderen Seite, heftig kriseln. Die drei Gesellschafter sollen Lotto Hessen vorwerfen, angeblich die Lotterie zu behindern, um sie günstig in den Lottoblock integrieren zu können.

Gerald Wagener, von unserer Redaktion gestern befragt, wollte zu den aktuellen Vertragsstreitigkeiten keine Stellung nehmen. Für das Haus Schönhausen gebe es diverse Optionen der Weiternutzung, sagte Wagener. Eine sei, die Deutsche Sportlotterie weiterhin im Haus Schönhausen unterzubringen. Auch andere Mieter seien denkbar. Eine andere Option sei, das Objekt zu verkaufen. "Derzeit ist alles noch offen", sagte Wagener.

(sep)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld: Debatte um Rückkauf von Haus Schönhausen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.