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Kreuzung Untergath/Hauptstraße
Demo gegen Werbetafel in Oppum

Krefeld. Gegen die Auffassung von Oppumer Politikern sieht die DSM Außenwerbung keine Gefährdung des Verkehrs und verweist auf andere Städte. Die CDU will am Samstag gegen die Werbetafel demonstrieren.  Von Carola Puvogel

Die Frage, ob eine vorgesehene digitale Werbetafel im Kreuzungsbereich Untergath/Hauptstraße Autofahrer so stark ablenken würde, dass die Unfallgefahr erhöht wäre, scheidet die Geister. Die Oppumer Lokalpolitik mit Thilo Forkel (CDU) an der Spitze meint "Ja", und hat deshalb für kommenden Samstag, 15 Uhr, eine Kundgebung gegen die Tafel angemeldet.

Forkel hält den Standort für falsch. In der Vergangenheit sei es an dieser Kreuzung bereits zu schweren Unfällen gekommen. Sicherheit müsse an dieser gefährlichen Kreuzung Vorrang haben, und nicht "Kommerz mit einer über zehn Quadratmeter großen Werbetafel". Sicherheit falle dem Profit zum Opfer, kritisiert der CDU-Mann.

Ute Geissler, Niederlassungsleiterin der Krefelder DSM Außenwerbung GmbH, kann die ganze Aufregung nicht nachvollziehen. "Solche Anlagen stehen in vielen Städten, etwa in Köln und Bielefeld; in Neuss bauen wir gerade, ebenso in Recklinghausen, dort übrigens auch an einer großen Kreuzung. Die Polizei in Wuppertal, wo seit eineinhalb Jahren unsere Pilotanlage läuft, hat uns bescheinigt, dass es dort überhaupt keine Probleme oder gar eine Unfallhäufungen gibt. Dasselbe gilt für Köln." In keiner Stadt habe man bislang Probleme gehabt.

Mit Thilo Forkel habe sie sich vor einigen Tagen zu einem "sehr konstruktiven" Gespräch getroffen, sagte Ute Geissler gestern auf Nachfrage unserer Redaktion. "Wir sind in den Dialog gegangen, und Herr Forkel hat einige Möglichkeiten genannt, wo er den Standort für die Anlage eher sieht. Um diese zu prüfen, brauchen wir noch etwas Zeit und können daher im Moment noch nichts dazu sagen", berichtet Ute Geissler. Man wolle die Vorschläge zumindest nicht von vornherein ablehnen. Danach werde es dann ein weiteres Gespräch geben.

Fest steht für die Geschäftsführerin jedoch: "Die digitale Werbetafel ist ein Medium, das in den Kreuzungsbereich muss." Sie erinnert daran, dass die Stadt Krefeld für die Anlage, deren Metallfuß bereits seit einigen Wochen an der Kreuzung steht, Baurecht erteilt habe. Und stellt die Frage, warum niemand sich über eine ähnliche, private Tafel aufrege, die 400 Meter weiter an der Kreuzung Untergath/Dießember Bruch "leuchte und blende". "Ich finde diese ganze Diskussion und das mit der Demo schwierig", sagt sie offen. In keiner anderen Stadt gebe es Probleme oder eine erhöhte Unfallhäufigkeit.

Für die Kundgebung wird die Kreuzung im Bereich der Hauptstraße Richtung Kronlandbrücke am Samstag, 9. Dezember, von 15 bis 16 Uhr blockiert werden, die Durchfahrt von der Autobahn Richtung Untergath bleibt aber befahrbar. Demo-Teilnehmer sollen an der Kronlandbrücke parken, teilt der Veranstalter mit.

Quelle: RP
 
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