| 00.00 Uhr

Krefeld
Der erste Krefelder mit E-Kennzeichen

Krefeld: Der erste Krefelder mit E-Kennzeichen
Das "E" am Ende des Kennzeichens weist den schicken Tesla von Anwalt Wilhelm Klaas als Elektroauto aus. FOTO: T. Lammertz
Krefeld. Wilhelm Klaas hat Anfang des Monats für sein Elektro-Auto ein E-Kennzeichen erhalten. Er hat für sein umweltfreundliches Fahrzeug eine Ersparnis von 25.000 Euro Energiekosten innerhalb von drei Jahren errechnet. Von Christine van Delden

Ab sofort gibt es ein neues Kennzeichen für Elektrofahrzeuge, das sogenannte E-Kennzeichen. Möglich macht dies das unlängst in Kraft getretene Elektromobilitätsgesetz (EmoG). "Es gibt aktuell in Krefeld nur ein angemeldetes Fahrzeug mit einem E-Kennzeichen", bestätigt Manuel Kölker, Pressesprecher der Stadt. "Dieses Fahrzeug wurde Anfang dieses Monats mit dem neuen Kennzeichen ausgestattet."

Vorreiter in Sachen Elektromobilität in Krefeld ist Anwalt Wilhelm Klaas mit seinem amerikanischen Tesla S, einer nachtblauen Limousine der gehobenen Mittelklasse. Das neue Gesetz EmoG soll die Elektromobilität fördern und mehr Verbraucher dazu animieren, sich ein klimafreundliches Elektroauto zuzulegen. Es bietet den Haltern einige Privilegien, wie zum Beispiel die kostenlose Nutzung von Parkplätzen oder der Busspuren und die Aufhebung von Zufahrtsbeschränkungen, etwa für E-Lkw. Allerdings obliegt die Umsetzung dieser Sonderrechte den Kommunen und "ob die Stadt Krefeld E-Mobilität unterstützen möchte, muss die Politik entscheiden", so Kölker. Die UWG im Rat der Stadt setzt sich, wie berichtet, dafür ein, dass Kraftfahrzeuge mit E-Kennzeichen auf städtischen Flächen frei parken dürfen.

Klaas genießt immerhin zehn Jahre lang Steuerbefreiung für seinen Wagen, da er ihn noch vor Ende 2015 angemeldet hat. Daneben rechnet er vor, dass man in drei Jahren etwa 25.000 Euro Ersparnis an Energiekosten habe. Außerdem habe der Wagen praktisch keinen Verschleiß; es entfielen also auch die regelmäßigen Inspektionskosten.

Trotz aller Einsparungen ist ein Fahrzeug dieser Kategorie natürlich immer noch kein Schnäppchen. "Das Konzept der reinen Elektroautos wird sich in dem Moment durchsetzen, wenn der normale Wagen, etwa der Golfklasse, eine Reichweite über 200 Kilometer schafft", vermutet Klaas. Die Normreichweite seines Wagens beträgt immerhin 500 Kilometer. In nur 20 Minuten kann er an einer "Supercharger-Station" Strom für 270 Kilometer "tanken". Mittlerweile ist das Netz dieser Ladestationen sehr gut ausgebaut, und ein großer Bordcomputer im Cockpit des Fahrzeugs rechnet aus, bis zu welcher Station der Stromvorrat reicht.

Ein eventueller Nachteil des Elektroautos ist, dass es fast geräuschlos dahin gleitet. Nur die Abrollgeräusche der Reifen sind zu hören. "Das erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit des Fahrers", gibt Klaas zu und erklärt schmunzelnd, dass er sich bei Radfahrern oder Fußgängern schon mal über seine etwas lauter aufgedrehte Musikanlage bemerkbar mache. "Ich habe das E-Kennzeichen, weil ich damit sichtbar machen kann, dass ich elektrisch fahre - und das ist ein gutes Gefühl."

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld: Der erste Krefelder mit E-Kennzeichen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.