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Serie Folklorefest
Der Finnensound mit dem hauchfeinen Afrika-Beat

Krefeld. Am Samstag, 20. August, steigt das Folklorefest auf dem Platz An der Alten Kirche.Wir stellen in dieser Serie alle Künstler vor. Diesmal das Helsinki-Cotonou Ensemble, das ab 19.45 Uhr auftreten wird.

Die Finnen erscheinen nach außen hin als eher kühle Menschen, während ihr Feuer verborgen im Inneren glüht. Aber wer einmal finnischen Tango erlebt hat, weiß, dass auch dieses Völkchen zu echter Leidenschaft fähig ist. Und wenn solch ein Musiker sich mit afrikanischen Kollegen zusammentut, dann darf man wirklich gespannt sein. Janne Halonen aus Helsinki, Gitarrist und Sänger, ergatterte ein Musikerstipendium und nutzte es, um nach Benin in Westafrika zu reisen und sich in die dortige Musikszene einzufuchsen. In Cotonou schloss er Freundschaft mit dem Trommel- und Gesangsvirtuosen Noël Saïzonou, und damit war das Helsinki-Cotonou Ensemble geboren. Nach und nach scharten sie Joakim Berghäll (Saxofon und Gesang), Visa Oscar (Keyboards), Sampo Riskilä (Bass), Menard Mponda (Percussion und Gesang) sowie Juha Räsänen (Schlagzeug) um sich und entwickelten ihre eigene Melange aus afrikanischen und euro-amerikanischen Elementen. Da ist einmal die reiche Tradition der westafrikanischen Rhythmen, deren Spektrum von lyrisch-erzählerisch bis schweißtreibend-tänzerisch, ja ekstatisch reicht. Und dann alles, was junge Europäer neben der Musik ihrer jeweiligen Heimat an Einflüssen aus Jazz, Soul und Funk in sich aufgesogen haben. Herausgekommen ist feiner Afrobeat in visionären Arrangements, mal eher traditionell, mal urban, mal instrumental und mal als mehrstimmig gesungene, farbenprächtig schillernde Songs. Im Gepäck hat das Sextett sein Album "Fire, Sweat & Pastis".

(MoMe)
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