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Krefeld
Der neue "Trimm-dich-Park" im Selbstversuch

RP testet den Bewegungsparcours in Krefeld
RP testet den Bewegungsparcours in Krefeld FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)
Krefeld. Ein Spielplatz für Erwachsene - das hat unsere Autorin Saskia Nothofer sich vorgestellt, als sie vom Bewegungsparcours gehört hat. Etwas laufen, etwas klettern - dachte sie. Und hat es ausprobiert. Von Saskia Nothofer

Der Bewegungspark, der vergangenen Freitag im Krefelder Stadtwald eröffnet wurde, verlangt dem Körper mehr ab als erwartet. Kraft, Ausdauer und Koordination werden an den Geräten auf die Probe gestellt - Muskelkater inklusive. Ähnlich wie die in den 70er-Jahren beliebten "Trimm-Dich-Pfade" besteht der Parcours aus Stationen. Einige der Geräte sind selbsterklärend, bei anderen aber fragt man sich: Was soll ich da überhaupt machen? Abhilfe schaffen hier Schilder mit Übungsanleitungen. Es kann also losgehen.

Ich starte an der Station zur Stärkung des Gleichgewichtssinns, laufe über eine wackelige Brücke, balanciere über ein schmales Stahlseil und probiere mich an der Slackline. Bis auf die Slackline - über die man barfuß und nicht, wie ich, in Turnschuhen laufen sollte - ist die Station leicht zu bewältigen. Ein guter Start für jeden, der warm werden und die Muskeln an ihre Arbeit gewöhnen möchte. An der nächsten Station warten ungewöhnliche Stahlkonstruktionen.

Da ich nicht weiß, was hier zu machen ist, müssen die Übungsanleitungen her. Kompliziert sind diese nicht, denn die Geräte dienen vor allem als Hilfsmittel, um klassische Übungen wie Liegestütze, Kniebeugen oder Klimmzüge zu machen. Zwar sind diese Übungen keine Neuerfindungen, da sie durch die Geräte aber abgewandelt werden, machen sie mehr Spaß als in ihrer herkömmlichen Ausführung. Die Muskeln fangen nach einigen Wiederholungen an zu brennen, langsam lässt die Kraft nach, und das, obwohl mir der anstrengendste Teil der Bewegungsparks noch bevorsteht.

Die echte Herausforderung wartet an Station drei, einem Riesen-Klettergerüst mit Affenleiter und diversen weiteren Stahlstangen, an denen man sich hochstemmen oder an die man sich dranhängen kann. Affenleiter? Müsste ich hinbekommen, denke ich, schließlich war das zu Grundschulzeiten noch eine der leichtesten Übungen. Als ich mich dann aber an den dünnen Metallstäben entlang hangele, geben mir die Muskeln meiner Arme schnell zu verstehen, dass ihnen das keinen Spaß macht.

Mühsam schlage ich mich trotzdem bis zum Ende durch. Dann hänge ich mich an die oberste Sprosse einer Leiter und ziehe die Beine ausgestreckt auf 90 Grad hoch. Beine und Arme werden hier gleichermaßen gefordert. Nicht nur die Muskeln, auch meine Hände beginnen, durch die Reibung wehzutun. Handschuhe würden wohl nicht schaden. Trotzdem probiere ich das Gerüst weiter aus, stemme oder ziehe mich also an den Stangen hoch.

Die letzte Station wirkt im Vergleich wie ein Spaziergang. Geschult werden soll hier vor allem die Koordination. Die Aufgabe ist simpel: Eine durch bunte Punkte auf einem weichen Gummiboden gekennzeichnete Route soll so schnell wie möglich abgelaufen werden. Die Punkte haben verschiedene Farben, es gibt damit unterschiedliche Routen, die nicht kombiniert werden sollen. Wer den Parcours durchlaufen hat, sollte das Dehnen der Muskulatur nicht vergessen. Auch hierfür stehen im Stadtwald Geräte parat. Obwohl ich auch diese teste und für gut befinde, plagt mich am folgenden Tag Muskelkater.

Fazit: Der neue Bewegungspark ist eine gute Alternative zum zuweilen stickigen Fitnessstudio. Man ist an der frischen Luft. Man kann seine Muskeln vielseitig trainieren, und die Übungen werden durch leicht verständliche Anleitungen erklärt.

In der Bilderstrecke sehen Sie, wie unsere Autorin einige Geräte ausprobiert.

Quelle: RP
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