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Krefeld
Der Niederrheinische Keramikpreis der Stadt Krefeld ging nach Frankreich

Krefeld. Die Vielfalt des Pottbäckermarktes lockte am Wochenende Tausende von Besuchern zu einem Besuch auf den Platz rund um die Dionysiuskirche.

Die abgeschrägten Becher und auch die an ein Milchkännchen erinnernden Tassen von Roman Grzanowski lassen die Besucher an seinem Stand stoppen. So mancher greift zu einem Becher, um auszuprobieren, ob die Schräge das Trinken wirklich angenehmer macht. Eine Frage, die eindeutig mit einem Ja beantwortet werden kann.

Ein Stückchen weiter ist erneut Staunen angesagt. Kleine bunte Keramiktropfen, eingerahmt von einem Silberdraht, stellen Weinglas-Unterscheider dar. Wie es funktioniert, zeigt Zuzana Gojná neben Keramikschmuck und Bildern an ihrem Stand. Fliegenpilze in allen Variationen bringen die Besucher hingegen bei Armin Küpper zum Schmunzeln. Da gibt es den Gute-Laune-Pilz, den Gartenmuffel-Pilz und auch den Glück-in-der-Liebe-Pilz. Sein persönliches Keramikbild mit Botschaft in einem Holzrahmenschild zusammenstellen ist am nächsten Stand dank kleiner quadratischer Keramikplatten mit den unterschiedlichsten Motiven und Wörtern möglich. Ungewöhnliche Faltkonstruktionen fallen bei Ulla Litzinger auf und Nikola Kemena begeistert mit ihren farbenfrohen Kühlbutterdosen.

Über 100 Künstler aus zehn Ländern sind es, die sich zum nunmehr 26. Pottbäckermarkt eingefunden haben und die Krefelder Innenstadt rund um die Dionysiuskirche bevölkern. Es ist dabei die Vielfalt in hoher Qualität, die den Markt auszeichnet und ihn zu etwas Einmaligem macht. Die bunte fröhliche Keramik ist genauso zu finden, wie schlichte, edle Formen. Es gibt dekorierende Keramik für Garten und Haus, Gebrauchsgegenstände und Schmuck. Kleine getöpferte Magnete in Form von Engeln und Tieren sind genauso vertreten wie der großrahmige Torbogen für den Garten oder die Bank aus Keramik. Skulpturen, Tiere, Frauenköpfe als Blumentopf - die Kreativität der Keramikdesigner spiegelt sich überall wieder.

Die einzelnen Stände sind dicht belagert. Besucher schauen, staunen, sind begeistert und kaufen. Für die Keramikdesigner selber wurde es am Sonntagnachmittag dann noch einmal spannend. Die Verleihung des Niederrheinischen Keramikpreises der Stadt Krefeld stand an. Krefeld Bürgermeisterin Gisela Klaer überreichte einem völlig überraschten Jean-Luc Pirot die aus einer Stele, einer Urkunde und einem mit 1000 Euro dotierten Geldpreis bestehende Auszeichnung. Der 60-jährige Franzose stellte aus Tonplatten kolorierte hohle Gegenstände vor, die in ihrer Form an Felsen erinnern. "Die Schlichtheit seiner Werke, die Reduktion auf die Basiselemente der Gestaltung als auch die klare Formensprache haben uns letztendlich überzeugt", begründete Jury-Mitglied Knut Michalk die Entscheidung. Wobei der Fachlehrer Keramik der Hochschule Niederrhein einschob, dass es keine leichte Entscheidung war.

(tre)
 
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