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Krefeld
Betreiberwechsel: RE7 soll pünktlicher werden

Nahverkehr: Diese Züge fahren im Rhein-Kreis Neuss
Nahverkehr: Diese Züge fahren im Rhein-Kreis Neuss
Krefeld. Die Zugausfälle des Regionalexpress RE7 (Rhein-Münsterland-Express) zwischen Krefeld über Köln nach Rheine sollen bald der Vergangenheit angehören. Mit dem neuen Betreiber soll die Linie pünktlicher werden. 

Dirk Plaßmann, SPD-Vertreter im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat mitgeteilt, dass der neue Betreiber der Linie RE 7 Nachbesserungen zugesagt habe. Ab Dezember 2015 übernimmt das britische Unternehmen National Express die RE 7, bisher wird der Zug noch durch die Deutsche Bahn betrieben. "Der VRR geht nicht nur von einer Leistungs- und Qualitätsverbesserung aus, sondern betont ausdrücklich die Verpflichtung zu Pünktlichkeit und Qualität", sagt Plaßmann.

Die Briten wollen auf der Linie Neufahrzeuge vom Typ Talent 2 einsetzen. In der Regel sollen dann zwei fünfteilige Fahrzeuge mit 510 Sitzplätzen in Doppel-Traktion zum Einsatz kommen. Die Betriebsqualität, besonders die Pünktlichkeit, soll zukünftig auch durch eine bessere Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h (heute 140 km/h) gesteigert werden. Auch durch das deutlich verbesserte Beschleunigungsvermögen der Triebwagenzüge sollen die negativen Auswirkungen des häufig verspäteten Fernverkehrs auf der Strecke Hamm - Wuppertal - Köln besser kompensiert werden können.

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Mit dieser Maßnahme soll ein Fahrzeitpuffer in einer Größenordnung von 10 Minuten auf dem Laufweg Münster-Krefeld gewonnen werden. Weitere Maßnahmen sollen die Wendezeit in Krefeld erhöhen. An die Pünktlichkeit haben die Aufgabenträger hohe Anforderungen gestellt: Künftig, so Plaßmann, würden alle Verspätungen über zwei Minuten vertraglich unter Strafe gestellt, das heißt, dem Verkehrsunternehmen werden Zuschüsse gekürzt. Ausstattungsmerkmale der Fahrzeuge sind: stufenloser Einstieg an allen und deutlich mehr Türen, zwei Toiletten pro Zug (eine behindertengerecht), Videoüberwachung und Mehrzweckbereiche mit ausreichend Abstellmöglichkeiten für Rollstühle, Fahrräder und Kinderwagen.

Insgesamt werden auf der Linie RE 7 510 Sitzplätze (mind. 30 mehr als heute) angeboten. Zur Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls werden nach 19 Uhr alle Züge von Kundenbetreuern begleitet. Kurzfristig hat die Deutsche Bahn zugesagt zum Fahrplanwechsel im Juni wieder eine überschlagende Wende mit zusätzlichen Fahrzeugen einzuführen, die Betriebsstabilität würde erhöht.

(sep)
 
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