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Krefeld
DGB lädt ein: Gewerkschafter aus der Türkei berichten

Krefeld. "Wir wollen nicht spalten oder ausgrenzen, wir wollen über die Situation von Gewerkschaftern in der Türkei informieren", sagt Krefelds DGB-Chef Ralf Köpke und lädt mit Kollegen der GEW, IG Metall und des Solidaritätshauses zu einer Veranstaltung am Mittwoch ab 19 Uhr in den Großen Saal der Fabrik Heeder, Virchowstraße 130, ein.

Referieren werden Sakine Esen Yilmaz, ehemalige Generalsekretärin der Egitim-Sen - der Partnergewerkschaft der GEW - sowie Düzgün Altun, Bundesvorstandsmitglied der Demokratischen Arbeitervereine aus der Türkei (DIDF). Sakine Esen Yilmaz musste im September aus der Türkei fliehen, lebt derzeit in einer Unterkunft in Essen und hat in Deutschland Asyl beantragt. "In der Türkei wird immer repressiver gegen Gewerkschafter vorgegangen", berichtet Hayri Cakir vom Solidaritätshaus. "Tausende Mitglieder werden verhaftet, suspendiert oder entlassen." Köpke räumt ein, dass die Situation in dem Nato-Mitgliedsland auch unter den Türken in der deutschen Gewerkschaft kontrovers diskutiert wird: "Das geht manchmal bis zu offenen Anfeindungen, trotzdem wird sich bisher stets nur verbal gestritten."

Genau hier wollen die Veranstalter ansetzten: "Wir wollen kritisch und hart diskutieren, damit aber zeitlich zeigen, dass es sich lohnt, demokratische Werte zu erhalten", ergänzt Mahir Sahin von der IG-Bau. "Erdogan will die Menschen spalten, wir wollen, dass wir gemeinsam über Probleme reden."

(jon)
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