| 00.00 Uhr

Krefeld
DHL sortiert Molkereiprodukte für Amerika

Fotos: DHL sortiert Molkereiprodukte für Amerika
Fotos: DHL sortiert Molkereiprodukte für Amerika FOTO: Thomas lammertz
Krefeld. Der wahrscheinlich größte Kühlschrank Krefelds steht an der Märkischen Straße. Dort lagert und kommissioniert die Deutsche Post im Auftrag von Arla Foods - einem der größten Hersteller von Molkereiprodukten weltweit - rund 400 verschiedene Artikel für große Teile Deutschlands und für die USA. Von Norbert Stirken

Die Deutsche Post DHL Group verteilt nicht nur Briefe und Pakete. Sie ist auch Dienstleister in der Logistik-Branche. In Linn an der Märkischen Straße betreibt DHL ein 22.500 Quadratmeter großes Zentrum mit sieben Hallen und gut 150 Mitarbeitern. Die Kapazitäten seien voll ausgeschöpft, berichtet Frank Kommerscheidt, Leiter der Standorte Krefeld und Düsseldorf. Seit Mitte der 1980er-Jahre lagert und kommissioniert die Post im Auftrag ihrer fünf Kunden diverse Waren.

Größter Auftraggeber ist seit dem Jahr 2014 die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods. Miteigentümer des Unternehmens sind auch rund 460 Landwirte vom Niederrhein. Arla versorgt ganz Deutschland mit seinen Waren aus zwei Städten: aus Heidenau bei Hamburg und aus Krefeld. In der Spitze verkehren täglich 120 Lastwagen im Gewerbegebiet nahe Fressnapf und Steinkühler. Sie kommen aus der Eifel, den Niederlanden, aus Großbritannien und Dänemark, um insgesamt 400 verschiedene Artikel anzuliefern. Im Monat kommen auf diese Weise rund 20.000 Paletten mit Milch, Joghurt, Sahne, Käse, Butter und anderen Produkten zusammen. Das Warengewicht aus 30 Molkereien summiert sich auf 10.000 Tonnen im Monat und 120.000 Tonnen im Jahr.

Die DHL-Beschäftigten arbeiten in drei Schichten an fünf Tagen rund um die Uhr. Nachts bis in den frühen Morgen wird angeliefert, verbucht, ausgeladen, und eingelagert. Bis Mittag liefert Arla, das in Krefeld selbst mit zwei Teams und etwa 20 Mitarbeitern vor Ort ist, die Bestellungen. Dann wird wieder ausgelagert, ausgebucht, zusammengestellt, verpackt und beladen, damit die Waren zu den Großkunden und in die Verteilzentren der Supermarktketten gebracht werden können. Von Krefeld aus wird der gesamte Westen und auch Süddeutschland versorgt. Gleichsam als Spezialität kommissionieren die Krefelder auch die Waren, die in großen Containern von Rotterdam aus über den großen Teich in die USA verschifft werden.

Die großen, geleasten Hallen in Linn sind in drei Temperaturklassen eingeteilt und in der Spitze fast bis zum Gefrierpunkt heruntergekühlt. Das ist vor allem beim Schimmelkäse sehr nötig, damit die Bakterien den Prozess nicht wieder aufnehmen und der Käse verdirbt. Die Kontrolle der Kühlkette spielt eine wichtige Rolle. Die Temperatur wird ständig überprüft. Das gilt sowohl für die Anlieferung, während der Einlagerung als auch beim Abtransport.

"Wir haben alle möglichen Zertifizierungen in den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Lebensmittel und auch Energie", sagte Kommerscheidt. Im vergangenen Jahr habe die DHL für die Umrüstung auf LED-Licht eine halbe Million Euro investiert. In Kürze komme noch eine deutlich höhere Ausgabe hinzu. Das komplette Kühlsystem werde modernisiert, weil die Genehmigung für das bisher verwendete Kühlmittel ablaufe. Darüber hinaus stehe auch die Verlängerung der Leasing-Verträge für die Immobilien an.

Die Deutsche Post bildet an der Märkischen Straße auch aus. "Wir suchen zwei Bewerber für den gewerblichen Bereich im Lager und einen für die Stelle des Bürokaufmanns", sagte Kommerscheidt.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld: DHL sortiert Molkereiprodukte für Amerika


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.