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Krefeld
Die City soll fahrradfreundlicher werden

Krefeld: Die City soll fahrradfreundlicher werden
Eine der Forderungen: Die Schwelle des Grauens (so hieß sie damals) muss nivelliert bleiben. Vor Monaten mussten Autofahrer den Ostwall an der Neuen Linner Straße noch über eine Extrem-Schwelle (linkes Foto) queren. Mit Fertigstellung der neuen Haltestelle wurde die Schwelle mit Asphalt nivelliert. FOTO: L. S. (Archiv) /Lammertz
Krefeld. Die Sperrung der verkehrsberuhigten Rheinstraße für Autos, die Nivellierung steiler Schwellen und eine stärkere Kontrolle geparkter Fahrzeuge gehören zu den konkreten Vorschlägen der Grünen. Von Jochen Lenzen

Die Grünen in der Bezirksvertretung (BZV) Krefeld-Mitte unterstützen mit einem Antrag für die Sitzung am 23. Februar eine Liste konkreter Maßnahmen, die der Allgemeine deutsche Fahrradclub (ADFC) für ein Aktionsprogramm "Fahrradfreundliche Innenstadt" zusammengestellt hat. Die Bezirksvertretung soll mit einem entsprechenden Beschluss die Verwaltung bitten, diese Maßnahmen zu prüfen. So soll an der inzwischen für Autos gesperrten Kreuzung Ostwall/Neue Linner Straße der provisorische Asphaltkeil an der Ostseite, der die vormalige enorme Schwelle nun überwindbar macht, beibehalten oder durch eine bauliche Maßnahme ersetzt - und damit optisch ansprechender gestaltet werden.

Einschneidender für Autofahrer ist die Empfehlung, auf der Rheinstraße zwischen Königstraße und Ostwall ein Parkverbot für Kraftfahrzeuge einzurichten. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob dieser Straßenabschnitt nicht grundsätzlich für den motorisierten Individualverkehr - mit Ausnahme von Lieferfahrzeugen - gesperrt werden kann. Außerdem wird empfohlen, in diesem Bereich wieder Fahrradabstellanlagen aufzustellen. Als weitere Maßnahme zur fahrradfreundlicheren Gestaltung der Innenstadt soll die Querung des Ostwalls an der Stephanstraße für Radfahrer freigegeben werden.

FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)

Immer wieder werden Radwege und auch abmarkierte Spuren für Radfahrer von geparkten Autos zugestellt. Innerhalb der Innenstadt geschieht das vor allem auf der Carl-Wilhelm- und der nördlichen Königstraße sowie auf der Rheinstraße zwischen Dampfmühlenweg und Philadelphiastraße. Daher wird empfohlen, an diesen Straßen den ruhenden Verkehr noch stärker kontrollieren zu lassen. Als grundsätzlich fahrradfreundliche Idee regen Grüne und ADFC an, anstelle von Pollern so genannte Haarnadeln einzusetzen, an denen Zweiräder sicher befestigt werden können. An der Moerser Straße sollten zwischen Steckendorfer- und Leyentalstraße der Radweg saniert und eine Einfädelspur angelegt werden. Außerdem wird empfohlen, die Querung die Kreuzung Steckendorfer- und Moerser Straße für den Radverkehr freizugeben. Zwischen Steckendorfer Straße und Ostwall sollte zudem der Radfahrstreifen nach links neben die parkenden Autos verlegt werden. Schließlich regen die Grünen an, für die Querung des Preußenrings im Bereich St.-Anton-Straße eine Furt zu markieren und die Führung des Radwegs, der an der westlichen Seite der Ecke Preußenring/Nordwall im Nirgendwo endet, zu optimieren.

Für die vorgeschlagenen baulichen Maßnahmen soll möglichst schnell geprüft werden, ob sie aus dem kommunalen Investitionsprogramm finanziert werden können.

Quelle: RP
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