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Krefeld
Die Freie Waldorfschule Krefeld feiert morgen 70-jähriges Bestehen

Krefeld. Im Jahr 1947 wurde die Freie Waldorfschule Krefeld als siebte Waldorfschule bundesweit eröffnet. Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Seidenfabrikant Fritz Hecker ein Stück Land an der Ecke Kaiser- und Tiergartenstraße erworben und dort 1897 ein Sommerhaus errichten lassen, das er nach dem dortigen Park Eichenau "Haus Eicheck" nannte. Mit seinem Tod 1943 hinterließ er das unzerstörte Haus seiner Tochter Lilli Speck-Hecker, die es schließlich dem Waldorfschulverein vererbte. Im Laufe der vergangenen sieben Jahrzehnte wurde die alte Speck-Villa mehrmals erweitert.

Wie der Festschrift weiter zu entnehmen ist, hatte Lilli Speck-Hecker, deren Mutter übrigens Mitbegründerin des heute noch bestehenden Krefelder Frauenvereins war, als junge Frau in München die Anthroposophie und in Stuttgart auch deren Begründer, Rudolf Steiner, kennengelernt. Nach dem Krieg wurde in Krefeld unter ihrem Vorsitz ein Schulverein mit dem Ziel ins Leben gerufen, eine Waldorfschule zu gründen. Sie vermachte dem Verein ihr Elternhaus "Eicheck" an der Kaiserstraße 61 zusammen mit einem Morgen Grund. Am 29. April 1947 konnte die Schule den Unterricht mit 98 Kindern in zwei ersten Klassen und einer zweiten Klasse aufnehmen. Schüler, Eltern und Lehrer der Freien Waldorfschule werden das Jubiläum am morgigen Samstag von 10 bis 15 Uhr mit vielerlei kleinen und größeren Präsentationen und Veranstaltungen der unterschiedlichen Klassen und der Schulgemeinschaft feiern und laden dazu alle Interessenten ein. Für die Verschnaufpausen zwischendurch werden Kaffee, Kuchen und vieles mehr bereitgehalten.

"An unserem Festtag können sich alle Interessierten über die Besonderheiten der Waldorfpädagogik informieren. Denn keine andere Schulform ist mit ihren Themen und praktischen Erfahrungen immer wieder Vorbild für andere pädagogische Einrichtungen und hat sich mit weit über 200 Schulen und Kindergärten in Deutschland durchgesetzt", heißt es in der Einladung. Den Festtag sieht die Schule als eine gute Orientierungshilfe für Eltern, die sich noch nicht für eine Kindergarten- oder Schulform entschieden haben oder sich für ihre Kinder auf der Suche nach einer Alternative befinden.

Die Schule weist die Besucher und Gäste darauf hin, dass es in der Nachbarschaft so gut wie keine Parkmöglichkeiten gibt, und rät, die öffentlichen Parkplätze am Zoo zu nutzen. Von dort aus sind es nicht mehr als zehn Minuten Fußweg bis zur Schule an der Kaiserstraße.

Quelle: RP
 
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