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Krefeld
Die Geschäfte in der Innenstadt bleiben an Heiligabend geschlossen

Krefeld: Die Geschäfte in der Innenstadt bleiben an Heiligabend geschlossen
FOTO: Lammertz Thomas
Krefeld. Der Einzelhandel in der City bleibt am vierten Advent geschlossen. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di spricht sich ebenfalls gegen einen verkaufsoffenen Sonntag am 24. Dezember aus. Von Sven Schalljo

Für große Diskussionen sorgte in den vergangenen Wochen mögliche Öffnung von Einzelhandelsgeschäften an Heiligabend. Obschon der Tag auf einen Sonntag fällt sieht das Gesetz die Möglichkeit einer Ladenöffnung von 10 bis 14 Uhr in Nordrhein-Westfalen vor. Dies gilt allerdings nur für den Lebensmitteleinzelhandel. Bereits frühzeitig hatten große Händler wie Aldi, Lidl, Penny, Kaufland oder Norma abgewunken und ihren Angestellten ein verdientes langes Wochenende zugesichert. Bei Edeka handelt es sich um eigenständige Unternehmer, so dass jeder Markt selbst entscheiden kann, ob geöffnet wird, oder nicht.

In Krefeld gibt es hier zunächst die Geschäfte von Hans Czaikowski, der eine klare Position einnimmt: "Unsere Mitarbeiter haben die freien Tage verdient. Wir haben die ganze Woche von 7 bis 21 Uhr geöffnet. Das sollte für unsere Kunden reichen." In eine ähnliche Kerbe schlägt Siggi Huth, Marktleiter der Edeka Kempken-Zentrale am Gahlingspfad mit vier verbundenen Läden. "Bei uns bleibt Heiligabend geschlossen. Einkäufe sollten unsere Kunden bis Samstagabend erledigen können", befindet er.

Gleiches gilt ebenfalls für die Metro. "Es gibt zwar einige lokale Sonderregelungen, aber unsere Krefelder Filiale bleibt geschlossen", sagt Pressesprecherin Jeannette Hütten. Dies gilt auch für die der Metro im Konzernverbund angeschlossenen Real-Märkte, für die Pressesprecherin Alja-Clarie Dufuhes klarstellt: "Wir werden an Heiligabend deutschlandweit nicht öffnen."

Und auch im Krefelder Einzelhandel ist die Meinung zu dieser Thematik einheitlich. Auch wenn nur der Lebensmitteleinzelhandel öffnen dürfte, halten die Händler eine Öffnung für sinnlos und den Mitarbeitern nicht zuzumuten. "Es kommt alle paar Jahre einmal vor, dass die Feiertage so liegen. Diese drei freien Tage würden wir unseren Angestellten in jedem Falle gönnen", sagt beispielsweise Manuela Hagen von der Thalia-Buchhandlung. Detlef Kempken, Eigentümer des gleichnamigen Juweliergeschäfts stimmt zu: "Das würde ich mienen Angestellten an heiligabend nicht antun."

Auch Christoph Borgmann, der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Krefeld sagt: "Ich selbst war im Jahr 2006 zuletzt an Heiligabend daheim. Ich freue mich sehr darauf und würde auch nicht aufmachen, wenn ich dürfte. Die Woche muss reichen." Einzig Kaufhof-Geschäftsführer Thomas Lücking nimmt inn diesem Punkt eine weniger klare Position ein. "Wir sind kein Lebensmitteleinzelhandel und darum stellt sich die Frage nicht. Wäre das anderes, würden wir zumindest darüber nachdenken, zu öffnen", sagt er. Insgesamt aber steht auch den Angestellten im Krefelder Einzelhandel ein ruhiger Tag bevor.

Das freut auch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Sprecher Günther Isemeyer: "Wir sind froh, dass sich die Vernunft durchzusetzen scheint. Schließlich wollen sich die Verkäufer wie jeder andere Krefelder auf das Weihnachtsfest vorbereiten und gemeinsam mit ihren Familien feiern. Es freut uns für die Angestellten, dass wohl die allermeisten ein schönes Fest haben werden."

Quelle: RP
 
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