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Krefeld
Die Geschichte der Zukunft der Stadt

Krefeld. Der Verein Werkhaus lädt für heute zur Eröffnung der Ausstellung "Post Oil City" in den Südbahnhof. Die Architektin und Mitkuratorin Nicole Opel gibt ab 19 Uhr einen Überblick. Der Eintritt ist frei. Von Isabel Mankas-Fuest

Die Auseinandersetzung mit der Gestaltung des urbanen Raumes wird derzeit viel diskutiert und längst nicht mehr nur einem Expertenkreis aus Stadtentwicklern und Architekten überlassen. Wohnen in der Stadt betrifft alle. Da scheint es naheliegend, die Bewohner mit einzubeziehen, in die Städteplanung und Entwicklung von alten und neuen Lebensräumen.

Auch in Krefeld gibt es hierzu zahlreiche Möglichkeiten. Im Rahmen des Projekts Krefelder Perspektivwechsel zeigt das Werkhaus ab dem heutigen Dienstag die Ausstellung mit dem Titel "Post Oil City - Die Geschichte der Zukunft der Stadt" im Südbahnhof. Eine didaktisch gut aufgebaute Ausstellung, wie Georg Dammer, Geschäftsführer des Werkhauses erklärte, die sich für Schüler ab 14 Jahren und älter eignet. Die Schau mit dem etwas sperrigen Titel stellt sehr unterschiedliche Stadtplanungsbeispiele aus Asien, Amerika und Afrika vor. Die Projekte aus Städten wie Masdar (Abu Dhabi), New York (USA) und Mumbai (Indien), werden in die Bereiche Stadtsysteme, Nachhaltigkeit und Stadtverkehr unterteilt. Die unterschiedlichen Bereiche sollen dem Besucher vergangene und gegenwärtige Planungsideen von Stadtarchitektur vermitteln. Anhand von Zeitleisten werden Fakten zum Thema Städtewachstum und dem rasanten Anstieg von Verkehr und Energiebedarf seit dem 19. Jahrhundert aufgeführt. Im Ausstellungsraum sind viele Schreibtische aufgestellt, hier kann der Besucher in riesigen Bauplänen blättern, Skizzen und Modelle anschauen und verfolgen, wie aus Visionen reale Projekte werden oder wie sie fiktive Stadtutopien bleiben. Dabei wird deutlich, dass heutige Visionen und Entwicklungen auf Stadtutopien der Moderne aufbauen und viele Lösungsansätze für städtische Probleme wie Verkehr oder Müll heute wieder aufgegriffen und weitergedacht werden. Eine interessante Beobachtung.

Die Ausstellung widmet sich wichtigen Fragen: Was passiert, wenn die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten lebt? Wie verändert sich die Stadt durch den Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien? Und welche Auswirkungen haben erneuerbare Energien auf das Stadtsystem? Große und relevante Fragen, die viele beschäftigen. Um den Bogen von der vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) Stuttgart und dem Architekturmagazin ARCH+, Berlin, entwickelten Ausstellung zu Krefeld zu ziehen, haben sich Georg Dammer und Anja Jansen, Projektleiterin Werkhaus, ein Rahmenprogramm überlegt, in Fotografie und Audio-Workshops soll das Stadtbild von Krefeld eingefangen werden und alte Vorhaben wie die "Krefelder Promenade" neu gedacht werden.

Die Architektin und Mitkuratorin der Ausstellung "Post Oil City - Die Geschichte der Zukunft der Stadt", Nicole Opel, wird zur Eröffnung heute um 19 Uhr durch die Ausstellung führen. Der Eintritt ist frei.

Quelle: RP
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