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Serie: Mit dem Rad in den Frühling
Die grüne Biergarten-Tour durch Krefeld

Serie: Mit dem Rad in den Frühling: Die grüne Biergarten-Tour durch Krefeld
Biergarten am Stadtwaldhaus -eines der besten Ausflugsziele in Krefeld. Hier startet und endet unsere grüne Radtour durch Krefelds Biergartenlandschaft. Rd. 25 Kilometer radeln und erfrischen. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Im Umland Krefelds wird oft unterschätzt, wie viel Natur die Seidenstadt zu bieten hat - und wie attraktiv sie für Radfahrer ist. Von Sebastian Peters

Es gibt viele gute Gründe, aufs Rad zu steigen: Klima schonen, Fitness verbessern, Natur genießen - eine der schönsten Motivationen aber bleibt die Belohnung durch Pausen und Verpflegung. Die wohl beste Tour, die Krefeld für Freunde von gepflegter Biergartenkultur zu bieten hat, ist die durch den grünen Norden. Rund 25 Kilometer ist unsere Tour lang, gut eineinhalb Stunden würde man brauchen...; wenn, ja wenn nicht die vielen schönen Biergärten wären.

Unsere Biergarten-Tour ist eine für Entdecker. Eine beschilderte Route gibt es nicht. Es empfiehlt sich deshalb, sie vorher auf einer Karte oder mit Hilfe von Internetportalen wie Bikemap.net vorzuplanen. Natürlich kann man auch diesen Artikel in die Radtasche packen.

Wir starten unsere Tour am Stadtwaldhaus (Hüttenallee 108), wo sich ausreichend Parkplätze finden. Das Gasthaus ist aber auch vom Krefelder Hauptbahnhof gut über Ostwall und Moerser Straße erreichbar. Hier lässt sich der Tag später mit Snack und Getränk in einem der größten Biergärten NRWs beenden. Doch vor dem Essen kommt die Arbeit: Wir fahren also zunächst in westliche Richtung, bis hinter einer Gabelung die Deußstraße auftaucht. In die biegen wir nach rechts in Richtung Norden ab, immer geradeaus durch den Wald. Eine Brücke erlaubt das Überqueren des Europarings.

Schon befinden wir uns auf dem Hermann-Kresse-Weg, dem wohl schönsten Stückchen Radweg in Krefeld. Rechts und links liegt das Naturschutzgebiet Niepkuhlen. Glücklich ist, wer ein Fernglas zur Hand hat. Am Wasser lassen sich seltene Vogelarten beobachten. Es gibt eine Aussichtsplattform, an der sich eine Rast einlegen lässt - ein kleines Paradies, und das so citynah. Nach rund drei Kilometern führt der Hermann-Kresse-Weg auf die Moerser Landstraße, der wir in östliche Richtung folgen. Wir biegen nach links in den Buscher Holzweg ein und folgen rechts dem Verlauf des Weges.

Über Kirschkamper- und Lilienthalweg erreichen wir den Egelsberg mit seiner Heidelandschaft. Die Erhöhung als Berg zu bezeichnen, mag auf Fremde wie ein Scherz wirken. Aber im an Hügeln armen Krefeld reichen schon einige Meter Höhenunterschied, um herausragend zu sein. Wer mag, kann eine Rast im Flugplatzrestaurant inklusive Biergarten (Lilienthalweg 12) einlegen und den Piloten beim Starten und Landen zusehen. Lohnenswert!

Per Rad lässt sich der Flugplatz halb umrunden, man blickt auf die hübsche Egelsbergmühle und kommt nun an der Straße "Am Egelsberg" aus, die man durchfährt, am Ende links abbiegt, bis sie zum Hohenforsterweg wird. Den fahren wir durch in Richtung Süden und folgen dann dem Luiter Weg bis zur Maria-Sohmann-Straße, in die wir rechts einbiegen. Sie wird zum Papendyk und trifft dann auf die Nieper Straße, die wir in nördliche Richtung fahren. Hier lädt das Gasthaus Lus Bell (Nieper Straße 242) mit Außenterrasse zum Verweilen ein.

Wir fahren nach links in den Lousbilldyk, der zum Talring wird. Kurz danach radeln wir nach links auf den Rennstieg. Jetzt sind wir an der zweiten großen Krefelder Erhebung angekommen: Der Hülser Berg ist für sein Seifenkistenrennen populär und ein Paradies für Kinder. Direkt neben dem Gasthaus Bergschänke am Rennstieg 1 (natürlich mit Biergarten) gibt es einen Spielplatz.

Wer einen Spaziergang machen will, kann Wildschweine und Damwild sehen. Die Radtour führt weiter über den Rennstieg, der auf den Hohlweg trifft. Hier nach links abbiegen. Die Straße wird zum Boomdyk. Nun kann man seine Radtour entweder nach Hüls fortsetzen und auf dem beschaulichen Marktplatz eine Rast einlegen, oder man biegt nach links in den Langen Dyk ab. Auf geht's durch das Hülser Bruch mit seiner weitläufigen Wiesenlandschaft und dem prächtigen Baumbestand. In Höhe des Steeger Dyks kurz nach links, dann rechts auf die Straße Vobis abbiegen, die später zum Langen Dyk wird, durchfahren bis zum Hökendyk und dort nach links abbiegen. Die Allee führt auf die Moerser Straße.

Einkehr kann man hier bei Marcelli im Biergarten machen - ein schönes Fleckchen inmitten einer Hofanlage. Geradeaus geht es ein kurzes Stück über die Heyenbaumstraße und dann rechts auf den Hermann-Kresse-Weg, den wir wieder bis zur Hüttenallee fahren. Dort biegen wir nach links ab und sind am Auto angekommen. Der Autofahrer kann nun im Stadtwald-Biergarten Antialkoholisches trinken. Die glücklichen Mitfahrer belohnen sich mit Getränken ihrer Wahl.

Quelle: RP
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