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Krefeld
Die Herrin von Aseyar

Krefeld: Die Herrin von Aseyar
FOTO: Lammertz, Thomas
Krefeld. Die Krefelderin Nil Cam hat ihren ersten Fantasyroman geschrieben. Eine Fortsetzung ist bereits geplant. Von Esther Mai

Die Nervosität hat sich mittlerweile gelegt, und Nil Cam kann die Aufmerksamkeit genießen, die ihr wegen ihres ersten Romans "Als die Feuer brannten" zuteil wird. In ihrem Buch, das im Esch-Verlag erschienen ist, hat die 22-jährige Alevitin eine Parallelwelt geschaffen, in der Jugendliche auf die Suche nach sich selbst gehen können.

Schon mit 13 Jahren hat die Krefelderin ihre erste Kurzgeschichte geschrieben. In der Geschichte waren viele Elemente aus bereits vorhandenen Fantasy-Geschichten verarbeitet, es gab ein Wiedersehen mit Harry Potter, dem Herrn der Ringe und anderen bekannten Erzählungen. Und dennoch: Schon in dieser Geschichte steckten die kreativen Stützpfeiler des Romans. "Mit 16 hatte ich schließlich die Idee, die Geschichte umzuschreiben und alle Ideen zu löschen, die nicht von mir selbst stammen", sagt die junge Krefelderin.

Aus dieser längeren Kurzgeschichte entwickelte Nil Cam schließlich eine Karte für die Welt Aseyar, in der die fiktive Geschichte ihrer Protagonisten spielt. Dann kamen die Hauptcharaktere und ein grober Plan für die Geschichte hinzu. "Rund ein Jahr habe ich an dem Buch gearbeitet, und beim Schreiben hatte ich immer wieder neue Ideen, die ich noch einarbeiten konnte", sagt Nil Cam.

Während des konzentrierten Arbeitens hat sie immer Musik gehört. "Es hat mir geholfen, mich in die Stimmung zu versetzen, die ich für den nächsten Teil des Romans brauchte." Das Buch sei wie ein Film in ihrem Kopf gewesen, der sich schließlich mit Musik leichter erzählen ließ. Nil Cam hatte schon immer den Drang zu schreiben, Ideen aus ihrem Kopf purzeln zu lassen. "Ich will mit dem Roman zeigen, dass es selbst in den dunkelsten Zeiten Hoffnung geben kann und es wichtig ist, seine Träume niemals aufzugeben, auch wenn man Enttäuschungen hinnehmen muss. Und dass es sich lohnt, für eine bessere Welt und ein besseres Leben zu kämpfen, auch wenn man weiß, dass der Kampf lang und anstrengend sein kann."

Ein harter Kampf war für die junge Autorin auch die Suche nach einem Verlag. Ein Jahr lang hat sie etliche Firmen angeschrieben, ihr Manuskript versendet. "Ich hatte ganz schön Angst, dass mir jemand meine Geschichte klaut. Deswegen hatte ich ein Manuskript beim Notar liegen, damit ich beweisen kann, dass der Roman meine Idee war", erzählt Nil Cam. Schließlich landete das Buch auf dem Potsdamer Schreibtisch beim Esch-Verlag und erhielt den Zuschlag. "Es ist das erste Fantasy-Buch des Verlages. Das ist eine Ehre."

Natürlich arbeitet die 22-Jährige an einer Fortsetzung des Romans. "Jedoch nur, wenn es die Zeit erlaubt", sagt sie. Im Moment bereitet sie sich auf ihr Abitur vor, das sie per Fernstudium macht. Das Buch hat sie ihrer jüngeren Schwester Pinar gewidmet, die sie, wie den Rest ihrer Familie, sehr mag.

Quelle: RP
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