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Krefeld
Die Innenstadt als ein kompletter Erlebnisraum

Krefeld. Die FDP fordert, dass die Wünsche des Einzelhandels umgesetzt werden. Werbegemeinschaft braucht mehr Mitglieder. Von Joachim Niessen

In die Diskussion um die Zukunft der Krefelder Innenstadt schaltet sich jetzt auch die FDP intensiver ein. Die Liberalen nehmen dabei Bezug zum Themen- und Forderungskatalog des Krefelder Einzelhandels- und Dienstleistungsverbandes. "Wir haben die Verwaltung um Stellungnahme gebeten, ob, wie und mit welcher Priorisierung sie beabsichtigt, die Anregungen und Wünsche des Krefelder Einzelhandels- und Dienstleistungsverbandes für die Krefelder Innenstadt aufzugreifen und umzusetzen", so Fraktionsvorsitzender Joachim C. Heitmann und Ratsherr Paul Hoffmann. Die Politiker erwarten in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Stadtsanierung am 17. Februar und des Bauausschusses am 1. März hierzu erste Antworten.

Ein Auslöser ist eine Gesprächsrunde Ende 2015, an der Oberbürgermeister Frank Meyer, leitende Verwaltungsmitarbeiter, der Krefelder Einzelhandel und der "Aktivkreis Innenstadt", in der Händler einen Forderungskatalog, insbesondere mit Wünschen im Planungs- und Baubereich an die Stadt gerichtet haben sollen. Heitmann: "Uns würde interessieren, ob und wie die Verwaltung diesen Forderungskatalog ,abarbeiten' und die Politik in den Entscheidungsprozess einbinden will."

Klar Stellung bezogen hat vor wenigen Tagen in diesem Zusammenhang Christoph Borgmann, neuer Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Der Geschäftsmann erwartet von Verwaltung, Politik und Einzelhandel hierzu einen "konstruktiven Dialog". Mit Blick auf die Händler in der Innenstadt sprach er von einer "Schicksalsgemeinschaft", die sich gemeinsam für die Steigerung der Attraktivität in der City einsetzen muss: "Es sind in Krefeld noch nicht einmal 20 Prozent der Händler in der Werbegemeinschaft organisiert. Das ist ein wichtiger Punkt, der mit Blick auf die Konkurrenz in den umliegenden Städten unbedingt verbessert werden muss. 52 Mitglieder haben wir derzeit. Das ist ausbaufähig, das müssen wir anpacken." Die Jahresbeiträge bewegen sich zwischen 150 und 2500 Euro.

Ziel der Gespräche mit Verwaltung und Politik ist für den Werbering-Vorsitzenden, "die Innenstadt als Erlebnisraum zu begreifen" und für Krefeld die "Vorteile eines geschlossenen Einkaufszentrums mit den Vorteilen einer Stadt zu verbinden". Hierbei sollen "Sauberkeit, Sicherheit und Service" im Mittelpunkt stehen. Sieben Aktionen seien für dieses Jahr in der City geplant. Das sei ausbaufähig, so Borgmann: "Gemeinsames Ziel muss es sein, mindestens eine Aktion im Monat durchzuführen." Überlegungen wie der Abschaffung von ein und zwei Cent-Münzen beim Einkauf erteilte er eine klare Absage: "Das sind Marketing-Gags, bei denen der Kunde am Ende benachteiligt wird." In rund zwei Wochen beginnen die ersten gemeinsamen Workshops. Die Arbeitsgemeinschaft "Innenstadt als Einkaufserlebnis" startet am 23. Februar.

Quelle: RP
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