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Krefeld
Die KG Seidenstädter ist insolvent

Krefeld. Die Große Prunk-Kostümsitzung im Seidenweberhaus fällt aus.

Die Krefelder Karnevalsgesellschaft "Seidenstädter" von 2002 steht vor dem Aus, weil sie nicht mehr zahlungsfähig ist. Als direkte Folge wird die Große Prunk-Kostümsitzung am 29. Januar im Seidenweberhaus ausfallen.

Das Amtsgericht Krefeld hat auf der Internetseite des Landesjustizministeriums am 10. Dezember bekanntgegeben, dass der am 30. Juli eingegangene Antrag des Schuldners auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über sein Vermögen mangels Masse abgewiesen wurde.

"Gewissenlose Mitglieder haben uns großen Schaden zugefügt. Deshalb hat der Verein zum Schutz der gesetzlichen Vertreter - das sind Lars Schulze als Vizepräsident und ich als Präsident - Insolvenz angemeldet", sagte Vereinsgründer Hans Stawski auf Nachfrage unserer Redaktion. "Wenn die Ablehnung des Insolvenzverfahrens rechtskräftig wird, dürfte das das Ende der Gesellschaft sein."

Der 50 Mitglieder umfassende Verein konnte geliehenes Geld nicht zurückzahlen und will nun versuchen, genügend Geld aufzutreiben, um die Ansprüche der Gläubiger zu befriedigen, unter anderem durch Eintreiben von Außenständen, sagte Stawski. Er betonte, dass es keine Verpflichtungen gegenüber Künstlern oder dem Seidenweberhaus als Veranstaltungsstätte gebe.

Als Konsequenz der jetzigen Situation wird die einzige Sitzung der "Seidenstädter", die für den 29. Januar terminierte Große Prunk-Kostümsitzung im Seidenweberhaus, ausfallen. "Für diese Sitzungen haben wir aber schon vorsorglich keine Karten verkauft", sagte Stawski. Ob auch die Herren-Dröppkes-Sitzung am 10. Januar im Seidenweberhaus-Restaurant Hexagon ausfallen müsse, stehe noch nicht fest. Deren Veranstalter sei das Hexagon selbst; die Seidenstädter seien nur Ausführende.

(lez)
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