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Krefeld
Die Krefelder Mennoniten

Krefeld. Die Mennoniten sind als Kirche aus der Reformation hervorgegangen.

Die evangelische Freikirche "Mennoniten" ist aus der Täuferbewegung der Reformationszeit im 16. Jahrhundert hervorgegangen. Die bis heute bestehende Krefelder Mennonitengemeinde bildete sich ab 1607. Die Möglichkeit dafür bot die tolerante Religionspolitik der Oranier. Die erste Stadterweiterung ab 1691 bot die Gelegenheit zum Bau einer Kirche an der Königstraße 132. Die erste Nutzung der Kirche ist für 1696 belegt.

Mennoniten sind eine evangelische Freikirche, die auf die Täuferbewegungen der Reformationszeit zurückgeht. Der Name leitet sich von dem aus Friesland stammenden Theologen Menno Simons (1496-1561) ab. Die Kirche hat einen stark ethischen Akzent - und maßgebend für das Glaubensleben ist die Bibel; die Kirche ist aber auch offen für moderne Exegese und universitäre Theologie.

Ein weiteres wesentliches Merkmal ist die Gläubigentaufe mit einem festgesetzten Mindestalter. Wer getauft wird soll nach dem Verständnis der Mennoniten selbst begreifen, was an ihm vollzogen wird. In der Mennonitengemeinde Krefeld werden Jugendliche ab 14 Jahre durch eine Besprengungstaufe getauft. Vorher haben sie eine Glaubensunterweisung durchlaufen. Bereits getaufte Personen werden nicht noch einmal getauft, die Taufen anderer Kirchen werden akzeptiert. Dies geschieht aus der Einsicht in die Unwiederholbarkeit der Taufe, nicht aufgrund der "sakramentalen Identität" einer anderen Kirche. Die heutige Mennonitengemeinde hat rund 740 Mitglieder, die mehrheitlich nicht in Krefeld, sondern in kleinerer oder größerer Entfernung wohnen. Gottesdienste finden an zwei bis drei Sonntagen im Monat, um 10:30 Uhr, in der Mennonitenkirche statt. Der Pfarrer der Mennonitenkirche ist Christoph Wiebe.

(jus)
 
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