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Krefeld
Die Marktstraße führt direkt in den Pausenhof

Krefeld. Am Wochenende stellt die Ateliergemeinschaft Pausenhof ihre Arbeiten zum gemeinsamen Thema Marktstraße aus. Am Sonntag unterhält ein Damentrio die Besucher musikalisch. Von Mojo Mendiola

Erneut präsentiert die Ateliergemeinschaft "Pausenhof" wieder ein Wochenende lang ihre jüngsten Arbeiten in den Räumlichkeiten der ehemaligen Heinrich-Mertens-Schule an der Marktstraße. Diese Straße selbst hat man sich auch als gemeinsames Arbeitsthema vorgenommen, und so empfängt den Besucher im Eingangsflur ein Zusammenspiel unterschiedlicher Perspektiven auf den "Focus Marktstraße".

Barbara Freundlieb hat sich mit Unterstützung von Ingrid Schupetta der jüdischen Geschichte des Straßenzuges gewidmet und anhand alter Fotos an die Synagoge und ihre Gemeinde erinnert. Ferner zeigt jede(r) Ausstellende in seinem Atelier-Raum auch Bilder unabhängig vom thematischen Dach. Unter Freundliebs in Farbschichten entstehenden, großformatigen Malereien, in denen ab einem bestimmten Schritt das Hauptmotiv durch Aussparen beim weiteren Farbauftrag gewonnen wird, fallen besonders eine ausdrucksstarke Sitzende und das und kühlen Farben gehaltene "Requiem für einen Fisch" ins Auge.

Sehr kleinformatig dagegen arbeitet Susanne Pochowski. Schuppige und geometrische Gebilde aus überwiegend blauen und roten Farben werden mal ganz ins Dunkle, mal ganz ins Helle gearbeitet und in wolkiges Licht getaucht. Den Eindruck der Vernebelung erzielt Frank Bernemann, indem er seine Fotos von menschlichen Rückansichten mit Wachs überzieht und in pastelligen Ölfarben nachtönt - gezügelte, aber wirkungsvolle Emotionen. Auch die Überblendung von Perspektiven gehört zu seinen Spezialitäten.

Peter Schmitz hingegen malt in kräftigen Farben und beinah naiver Motivgestaltung, was sich hinter den scheinbar heilen Fassaden bürgerlichen Lebens verbirgt, und hat zum "Focus Marktstraße" einen Film beigetragen. Hans-Jörg Buschmeyer wiederum gehört zur Pastell-Fraktion im Pausenhof und bevorzugt familiäre Motive.

Farbstark kommt dem Betrachter schließlich Christine Prause. Sie lässt den Betrachter durch perspektivisch angeordnete Farbbalken in tiefe Räume schauen, etwa in eine nostalgische Bar in Havanna, oder in kraftstrotzend wucherndes Pflanzendickicht. Auch einige ältere Lithographien zeigt sie und im Eingangsflur reizvolle, farblich aufgearbeitete Mikro-Szenen aus der Marktstraße.

Geöffnet: 3. und 4. September, 12 bis 19 Uhr, Alte Volksschule, Marktstraße 161 . Am Sonntag ab 17 Uhr kann man die Ausstellung auch mit musikalischer Begleitung eines Damentrios mit Gesang (Rose Schnell), Querflöte (Irma Stieler) und Akkordeon (Cristiane Meis-Schrörs) genießen.

Quelle: RP
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