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Serie Beginn der Radsaison
Die Schlösser-Tour

Serie Beginn der Radsaison: Die Schlösser-Tour
FOTO: klxm.de
Krefeld. Eine Reise in die Vergangenheit ist diese Fahrradtour, die gleich an vier Schlössern vorbeiführt. Heute dienen sie unterschiedlichsten Zwecken. Die Strecken dazwischen sind Natur pur. Von Heiner Deckers

Kreis Viersen Eine Radtour kann durchaus eine aristokratische Sache sein. Wenn gleich vier Schlösser an der Route liegen, kann man das wohl mit Fug und Recht behaupten. Start ist am Schloss Neersen. Es entstand vor etwa 800 Jahren als Motte, als eine von Wasser umgebene Insel. Die ehemals romantische Burg bekam zum 15. Jahrhundert einen gotischen Anstrich. Ende des 17. Jahrhunderts wurden Bergfried, Torturm, Wehrgang und die Abschlussmauern beseitigt, die Westseite bekam einen neuen Flügel.

Der alte Ostflügel wurde verlängert und vier Ecktürme gebaut. Nach dem Aussterben des Geschlechts Virmond wechselte das Schloss öfter den Besitzer, heute nutzt die Stadtverwaltung die Räumlichkeiten. Auf dem Radweg geht es Richtung Uedding, an der Mönchengladbacher Trabrennbahn vorbei. Nach ungefähr fünf Minuten ist Schloss Myllendonk erreicht. Es ist auf Pfählen in die Niers gebaut und beeindruckt vor allem durch seine hohen Backsteingebäude, die die baumreiche Landschaft überragen.

Das Schloss stammt aus dem 13. Jahrhundert, wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und wurde 1642 im 30-jährigen Krieg beschädigt. Heute befindet sich auf dem Schlossgelände ein 18-Loch-Golfplatz, betrieben vom Golfclub Myllendonk. Auf der Niederrheinroute geht es weiter entlang der Niers. Kurz vor der Eisenbahnlinie macht der Weg einen Schlenker nach rechts, kurz darauf geht es zurück an die Niers, durch das Naturschutzgebiet Neersbroich bis zum Schloss Rheydt.

Schloss Neersen ist Ausgangspunkt der Tour. Dort ist heutzutage die Willicher Stadtverwaltung untergebracht. FOTO: wolfgang kaiser

Elf Kilometer sind jetzt geschafft. Die Ursprünge des Schlosses stammen aus dem 12. Jahrhundert. Das heutige Erscheinungsbild ist geprägt durch umfangreiche Umbaumaßnahmen in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Schloss Rheydt ist ein Museum. In der Torburg ist das Atelier, in dem Workshops veranstaltet und Kindergeburtstage gefeiert werden. Die Vorburg beherbergt Wechselausstellungen, im Herrenhaus ist die Sammlung zur Kunst und Kultur der Renaissance untergebracht.

Wer den Weg in die Kasematten findet, entdeckt dort die Geschichte des Fertigbauwesens an Beispiel von Schloss Rheydt. Wer möchte, kann sich im Café für die Weiterfahrt stärken. Entlang der Niers geht es acht Kilometer weiter bis zum Schloss Wickrath im Südosten des Mönchengladbacher Stadtteils Wickrath. Die aus dem Mittelalter stammende Burg wurde im 18. Jahrhundert vollständig abgerissen, auf neuem Fundament entstand ein Barockschloss mit ausgedehnter Vorburg und Pavillons sowie mit einem großzügigen Garten.

Heute existieren nur noch die beiden Vorburgen mit ihren Pavillons. Wer bis jetzt keine Pause gemacht hat, sollte das jetzt einfach nachholen und sich unbedingt den wunderschönen Park ansehen.

Quelle: RP
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