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Krefelds Naturparadiese
Die Spey: Das Deichvorland

Krefelds Naturparadiese: Die Spey: Das Deichvorland
FOTO: falk janning
Krefeld. Das Naturschutzgebiet "Die Spey" befindet sich südlich des Krefelder Hafens und zieht sich bis in das Meerbusch-Nierster-Gebiet. Das Deichvorland ist geprägt durch die Schlammbänke am Rheinufer und Weichholzauenwälder mit Resten des typischen Silberweidenauenwaldes.

Es handelt sich um ein periodisch vom Rhein überflutetes Auengebiet, das heißt, dass verschiedenartige Samen aus dem Süden durch das Hochwasser angespült werden und dort gedeihen und sich verbreiten. Somit ist in dem Gebiet eine Vielzahl an Arten zu finden. Die Spey stellt einen charakteristischen Ausschnitt der Rheinauenlandschaft mit dazugehörigen auentypischen Pflanzen- und Tiergemeinschaften dar.

Auch seltene Gastvögel wie der Rotschenkel lassen sich in der Brutzeit im Frühling beobachten. Er gehört zu den Watvögeln und ist an seinen langen, orangeroten Beinen zu erkennen. Nahrung sucht er in Flachwasserbereichen und im Sand, wo er mit seinem langen, dünnen Schnabel nach Würmern und Muscheln stochert.

Er steht in der Kategorie zwei der Roten Liste bedrohter Vogelarten Deutschlands. Da es sich um Zugvögel handelt, stellt die Spey ein wichtiges Vogeldurchzugsgebiet entlang des Rheins dar, das es zu schützen gilt. So wurde das 1992 festgelegte Gebiet 1999 von 9,6 Hektar auf 37 Hektar vergrößert und im Jahr 2005 der Status als FFH-Gebiet im Landschaftsplan verankert.

Die Spey ist ein beliebtes Naherholungsziel in warmen Monaten, wodurch die Natur von freilaufenden Hunden und unzulässiger Müllentsorgung bedroht wird.

Quelle: RP
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