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Krefeld
Die Stadt Krefeld will in die "Metropolregion Rheinland"

Krefeld: Die Stadt Krefeld will in die "Metropolregion Rheinland"
Der Krefelder CDU-Ratsherr Jürgen Wettingfeld FOTO: LS
Krefeld. Elf Städte, zwölf Kreise, sieben Industrie- und Handelskammern sowie drei Handwerkskammern sind dabei. Von Joachim Niessen

Die Stadt Krefeld wird sich an der neuen "Metropolregion Rheinland e.V." beteiligen. Der Rat wird sich in seiner Sitzung am morgigen Donnerstag mit dem Thema befassen. Seine Zustimmung gilt als sicher. In der Metropolregion wollen elf Städte - von Düsseldorf, Krefeld und Mönchengladbach über Duisburg und Leverkusen bis Köln und Bonn - sowie zwölf Kreise, sieben Industrie- und Handelskammern, drei Handwerkskammern, der Landschaftsverband Rheinland und die Städteregion Aachen ihre Interessen bündeln und gemeinsam agieren. "Ich bin mir sicher, dass wir alle davon profitieren können, wenn wir uns als Partner vernetzen und so unsere Stärken als große Region noch besser ausspielen", erklärt Oberbürgermeister Frank Meyer.

Mit den aktuellen Vorlagen der Verwaltung springt der OB auf einen fahrenden Zug auf. Dass eine Teilnahme an der Metropolregion in Krefeld auf fruchtbaren Boden fällt, ist nicht neu. Bereits vor Monaten hatten die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein sowie die Krefelder CDU Unterstützung für das Projekt signalisiert. "Wir begrüßen und unterstützen die Idee einer Metropolregion Rheinland", so CDU-Ratsherr Jürgen Wettingfeld, bereits Anfang Juli. Damals hatte die Vollversammlung der IHK beschlossen, an der Gründung des Vereins "Metropolregion Rheinland" mitzuwirken.

IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz FOTO: ilg

Aus Sicht der Kammer sind die Sicherung und die Schaffung von Arbeitsplätzen, eine gute Fachkräftebasis sowie der Erhalt und der Ausbau der Infrastruktur zentrale Themen für die Metropolregion. Darüber hinaus solle die Positionierung als Region Attraktivität und Bekanntheitsgrad steigern, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Dies könne unter anderem die Akquise von Fördergeldern von Land, Bund und EU begünstigen. Ein erstes praktiziertes Vorgehen sei die gemeinsame Stellungnahme zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030. Konkret sind im Vereinszweck die Bereiche Arbeiten, Wohnen, Wirtschaft, Wissen/Bildung, Verkehr, Planung, Tourismus, Kultur und Sport benannt. Der bisherige Zeitplan im Verfahren sieht zeitnahe Entscheidungen und eine schnelle Umsetzung vor: Im November soll die Gründungsversammlung folgen. Alle Mitglieder können drei Vertreter in die Mitgliederversammlung entsenden. In Krefeld sind dafür neben Oberbürgermeister Meyer zwei weitere Ratsmitglieder vorgesehen. Um in der Metropolregion Rheinland professionelle Rahmenbedingungen zu schaffen, soll eine hauptamtliche Geschäftsführung bestellt und eine Geschäftsstelle mit sechs Mitarbeitern eingerichtet werden. Die Kosten - jährlich eine Million Euro - werden auf die Mitglieder umgelegt. Die Kammern beteiligen sich mit einem Drittel, der Landschaftsverband Rheinland stellt die Räumlichkeiten. Der verbleibende Anteil pro Kommune - auch für die Stadt Krefeld - beträgt jährlich 22.000 Euro.

Quelle: RP
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