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Traditionsreiche Disco in Krefeld
Aus der Königsburg werden 61 Parkplätze

Disko Königsburg in Krefeld - Abriss geplant
Die Königsburg in Krefeld. FOTO: Lothar Strücken
Krefeld. Die Ära der Großdiskothek Königsburg geht endgültig zu Ende: Wie die Stadt Krefeld auf Anfrage bestätigte, plant die Königskind GmbH als Besitzer den Abriss des Komplexes. An seiner Stelle soll dort ein Parkplatz mit 61 Stellplätzen entstehen. 

Die Anträge dafür sind im Dezember bei der Stadt eingegangen. Nur bei einem Umbau zu einer multifunktionalen Veranstaltungshalle mit rund 1000 Plätzen und Bühne hätte die Halle noch eine Zukunft gehabt, erläuterte der frühere Betreiber Volko Herdick auf Anfrage. "Das hätte auch funktioniert", sagte Herdick weiter, es wären aber erhebliche Investitionen nötig gewesen.

Herdicks Mutter ist Mitbesitzerin und Gesellschafterin der Königskind GmbH. Nachdem sich kein Käufer für die Königsburg gefunden hat, hat die Königskind GmbH mit Geschäftsführer Carsten Kox entschieden, das Gebäude in Eigenregie abzureißen und dort einen Parkplatz zu installieren.

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Die Königsburg war im August 2017 geschlossen worden. Sie war 1892 als Versammlungs- und Veranstaltungsstätte errichtet und nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder als solche aufgebaut worden. Dort gab es vor der Nutzung als Diskothek Veranstaltungen von Karnevalssitzungen über Ausstellungen und Konzerte bis hin zu Boxwettkämpfen. Zur  Diskothek wurde sie Mitte der 80er Jahre umgestaltet; ihre Hochphase erlebte sie in den 90er Jahren, als die Groß-Disco Besucher aus der ganzen Region anzog.

(vo)
 
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