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Krefeld
Donkpark: CDU macht sich für Oppumer Landwirt stark

Krefeld. Ein Verein möchte auf Wiesengrundstücken neben dem Fungendonk neue Grünanlagen anlegen. Den Pächter hat noch niemand gefragt.

Die Oppumer CDU hat jetzt mit leicht ironischem Unterton darauf hingewiesen, dass sich "einige wenige berufen fühlen, einen Donkpark im Süden Oppums entstehen zu lassen", dass aber noch niemand mit dem Landwirt Stefan Hamacher, der das Land dort als Pächter bewirtschaftet, gesprochen habe. Die CDU ist dagegen, die landwirtschaftliche Fläche für einen Park zu opfern.

Hintergrund: Eine Initiative, die mittlerweile einen Verein gegründet hat, möchte auf Wiesengrundstücken rechts und links des Fungendonks eine neue Grünanlage anlegen. Initiator ist Hans Becker. Er hat sich zuletzt zuversichtlich gezeigt, dass man sich mit Hamacher einigen könne: "Wir wollen mit unserem Projekt weder ihn noch andere schädigen. Ich bin zuversichtlich, dass wir das Problem lösen können", hatte Becker gesagt. Hamacher dämpfte jetzt erneut die Hoffnungen auf eine Einigung und erhält dafür Rückendeckung der Oppumer CDU. Der Landwirt teilte bei einer Ortsbesichtigung von CDU-Bezirkspolitikern mit, dass er bisher nur aus den Medien von diesem Vorhaben gehört habe, berichtet die Partei. Seit mehr als 15 Jahren ist er Pächter von 35.000 Quadratmeter Fläche nördlich und südlich vom Fungendonk. Die nördliche Fläche von 2,5 Hektar sei eingezäunt, damit sie nicht durch Hundekot verunreinigt wird; das Gras werde als Futter für Hamachers Pferdepensionsbetrieb benötigt. Die südliche, ein Hektar große Fläche, sei nicht eingezäunt. Hier muss Hamacher regelmäßig Müll von Spaziergängern entsorgen. Sein Pachtvertrag mit der Stadt Krefeld sei kürzlich um weitere fünf Jahre verlängert worden. Die CDU-Bezirksfraktion Oppum/Linn unterstützt uneingeschränkt das wirtschaftliche Interesse Hamachers: "Es kann nicht sein, dass einem der letzten Landwirte in Oppum seine Fläche zum Erhalt seiner Lebensgrundlage entzogen wird." Es sei sinnvoller, sich auf die Pflege des Schönwasserparks und Investitionen in den Botanischen Garten zu konzentrieren und dort etwa die Gastronomie zu verbessern. "Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn die zukünftige Bahnpromenade in Oppum ankommt", so die Bezirkspolitiker.

(vo)
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