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Krefeld
Donkpark Oppum: Kontrahenten versöhnen sich

Krefeld. Der Streit um den "Donkpark Oppum" ist beigelegt. Das berichtet Hans Becker, Vorsitzender des neu gegründeten Donkpark-Fördervereins. Bei einer Ortsbegehung am Fungendonk mit vielen Beteiligten habe man sich darauf geeinigt, dass die Initiative, die dort einen Bürgerpark einrichten will, sich zunächst auf die Flächen konzentriert, die aktuell nicht verpachtet sind. "Wir haben ja im Moment sowieso noch keine müde Mark, die wir für das Projekt ausgeben könnten", sagt Becker. Daher müsse man sowieso sehr langfristig planen.

So könnten die erste Schritte nun eine Verschönerung des Spielplatzes und der Wiese Richtung Dorfgraben-Siedlung sein. Außerdem ist an eine Verbreiterung und Verbesserung des Spazierwegs entlang des Baches Richtung Ackerstraße gedacht. Dafür, so der Vorschlag von Heino Thies vom Krefelder Grünflächenamt, müsste der Pächter, Landwirt Stefan Hamacher, einen zwei Meter breiten Streifen abgeben. Hamacher hatte sich von der Park-Idee überrumpelt gefühlt, weil die Abgabe der Flächen für seinen Betrieb "existenzbedrohend" seien. Bei dem jetzigen Treffen sei es, so Hamacher "versöhnlich zugegangen". Hans Becker betont, es sei niemals Absicht gewesen, dem Landwirt zu schaden.

Hamacher, der seinen Hof an der Hauptstraße hat, nutzt das Gebiet nördlich des Fungendonks zum Heumachen. Die Fläche südlich des Donks hat er sehr langfristig von der Stadt gepachtet und stillgelegt. "Im Rahmen des Flächenstilllegungsprogramms der EU bin ich verpflichtet, fünf Prozent meiner Ackerfläche als ökologische Vorrangfläche vorzuhalten. Dazu gehört auch dieses Areal. Dort mulche ich zweimal pro Jahr und erfülle so meine EU-Auflagen." Mit den EU-Auflagen sei es nicht vereinbar, dort beispielsweise Bäume zu pflanzen. Er werde auf jeden Fall auf der gesamten Pachtzeit bestehen. Der Pachtvertrag mit der Stadt sei zudem erst vor kurzem verlängert worden. Die nördliche Fläche habe nur eine kurze Pacht-Laufzeit.

(cpu)
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