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Krefeld
Duo eröffnet Restaurant und Rösterei

Krefeld. Am historischen Marktplatz in Uerdingen haben Dennis Honecker und René Degen im ehemaligen "Trödelmarkt" einen neuen gastronomischen Treffpunkt namens "mahlbar" eröffnet. Von Jochen Lenzen

Innerhalb von fünf Monaten haben Dennis Honecker (40) und René Degen (33) die ehemalige Gaststätte "Trödelmarkt" am historischen Marktplatz zu einer Kaffee-Rösterei mit Restaurant namens "mahlbar" umgebaut. Sie haben das etwa 200 Jahre alte Haus gekauft und saniert, das heißt: moderne Sanitäranlagen eingebaut, die Küche erneuert, Wände instandgesetzt und die Fassade komplett erneuert.

Am Eingang fällt sofort die optisch elegant-minimalistisch gestaltete, schneeweiße Abendkarte auf, die um eine aktuelle Tageskarte für den Mittagstisch ergänzt wird. "Wir haben für unser Speisenangebot kein fertiges Baukastenkonzept für Massenangebote, sondern setzen auf individuelle Zubereitung unserer regionalen und internationalen Küche. So bieten wir beispielsweise Zander auf Sauerkraut und Schnitzelvarianten vom schmackhaften spanischen Duroc-Schwein an", sagt Degen, der in Hüls geboren, in Uerdingen aufgewachsen und als gelernter Koch für die Küche verantwortlich ist.

Das Restaurant ist ein Standbein des Geschäfts, das andere ist der Verkauf frisch gerösteten und gemahlenen Kaffees - zum Mitnehmen oder zum Trinken an Ort und Stelle. Hier kommt auch der Name "mahlbar" ins Spiel: "Wir haben das ,-bar' als Wiedererkennungsmerkmal auch auf unserer Karte untergebracht: Die Getränke sind mit ,trinkbar', die Vorspeisen mit ,startbar', die Hauptgerichte mit ,essbar' und die Desserts als ,vollendbar' überschrieben", erklären die beiden.

Auf der charakteristischen Empore aus Ziegeln und Fachwerk, die bei der Sanierung komplett sichtbar gemacht wurde, steht die schicke Kaffeeröstmaschine. "Hier hat es Anfang des 20. Jahrhunderts schon einmal eine Rösterei gegeben, und zwar die Groß-Rösterei C.K. Beek", erzählt Dennis Honecker, der früher als Verkaufstrainer bei der Firma "Nordsee" tätig gewesen ist. Vor neun Jahren kam er aus Essen nach Uerdingen und hat sich mit seinem gleichberechtigten Partner René Degen hier erstmals in der Gastronomie selbstständig gemacht.

Mehrmals in der Woche wird Kaffee geröstet, darunter ein Wildkaffee aus dem äthiopischen Regenwald, einem Unesco-Biosphärenreservat. "Dieser Kaffee ist nicht in großen Mengen verfügbar und deshalb nicht täglich bei uns zu haben", erläutert Honecker. Ansonsten gibt es in der "mahlbar" eine Vielfalt von Arabica- und Robusta-Kaffees aus aller Welt.

Vier kleine Gasträume ganz unterschiedlicher Art, die sich versetzt dem Barbereich anschließen, sind das Charakteristikum der "mahlbar". An blanken Holztischen finden insgesamt rund 40 Personen Platz. Einer der Tische steht neben der schönen historischen Holztreppe, die ins Obergeschoss führt. Ins Auge fallen unter anderem eine Vitrine über einem alten Herd, ein Spiegelschrank-Element, die bemerkenswert ornamentierte Tür zum Flur mit dem Weinschrank und eine Ecke mit kleinen Kindersesseln und einer Tafelwand zum Bemalen. Ein Gesellschaftsraum für bis zu 70 Personen ergänzt das Platzangebot.

Zur nächsten Saison soll der Biergarten im Hof fertig sein. Auch auf dem historischen Marktplatz können Tische und Stühle aufgestellt werden. Und schließlich werden sich Honecker und Degen um den beeindruckenden Gewölbekeller kümmern, der in Uerdingen vormals als Disco berühmt war. Der Keller soll künftig aber für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.

www.mahlbar.de

Quelle: RP
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