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Krefeld
Egelsbergmühle: Sanierungskosten jetzt schon bei 500.000 Euro

Krefeld: Egelsbergmühle: Sanierungskosten jetzt schon bei 500.000 Euro
Die unter Denkmalschutz stehende Egelsbergmühle, das Wahrzeichen von Traar, leidet vor allem unter massiver Durchfeuchtung. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. In der jüngsten Sitzung der zuständigen Bezirksvertretung bat CDU-Sprecher Gregor Grosche um Finanzhilfe der Stadt als Eigentümerin - und schlug eine Besichtigung der maroden Mühle vor. Von Jochen Lenzen

Fast jedes Mal, wenn die Sanierung der Egelbergmühle thematisiert wird, ist von höheren Kosten die Rede. Standen Anfang 2015 noch 90.000 Euro im Raum, waren es zuletzt rund 250.000 Euro. Bei der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Ost war schon von 300.000 Euro die Rede - für den ersten (!) Bauabschnitt, der für mehrere Jahre angedachten ist. Die Gesamtkosten wurden jetzt auf rund 500.000 Euro beziffert.

Der Bürgerverein Traar hat die Mühle von der finanzschwachen Stadt gepachtet, die als Eigentümerin bisher nicht mehr als 20.000 Euro für die Sanierung bereitgestellt hat. Die CDU startete jetzt mit einem Antrag in der Bezirksvertretung einen weiteren Anlauf.

Gregor Grosche (CDU) erläuterte den Antrag auf Unterstützung der Sanierung der denkmalgeschützten Mühle mit dem Hinweis, dass "die finanziellen Belastungen der Maßnahmen nur durch die breite Unterstützung in Krefeld, aber auch insbesondere im Bezirk Ost, geschultert werden können. Zur Unterstützung sind alle Mitglieder in der Bezirksvertretung und im Rat aufgerufen." Damit verband Grosche die Bitte, auch Mittel aus dem städtischen Haushalt bereitzustellen. Um die Gremien zu sensibilisieren schlug er vor, dass sich die Bezirksvertretung die Mühle bei einem Ortstermin ansehen sollte.

Während Oliver Leist (SPD) zusagte, den Antrag zur Beratung in die Ratsfraktion mitzunehmen, wies der Traarer Paul Hoffmann (FDP) auf die rund 1000 Mitglieder des dortigen Bürgervereins hin: "Wenn jedes Mitglied 100 Euro gäbe, wären schon 100.000 Euro zusammen." Sein Fraktionskollege Joachim C. Heitmann machte seine Kollegen darauf aufmerksam, dass die Stadt bis 2020 in der Haushaltssicherung stehe und es daher mit der Bereitstellung von Geldern nicht gut aussehe. Man müsse nach anderen Finanzierungsmodellen suchen - beispielsweise die Übertragung der Mühle nebst Grundstück auf den Bürgerverein, der sich dann um ein Darlehen bemühen könnte.

Quelle: RP
 
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