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Krefeld
Ehrung für Mr. Denkmalschutz

Krefeld. Wenn die Zeugnisse von Krefelds glanzvoller Vergangenheit vernachlässigt werden, schmerzt es Klaus Reymann. Baulicher Verfall, verpasste Pflege von stadtteilprägender Architektur und Ignoranz rufen ihn und seine Mitstreiter auf den Plan: Im Jahr 1995 gründete er mit seiner Ehefrau Gabriele die Krefelder Baudenkmal-Stiftung und stattete sie zunächst mit 100.000 D-Mark aus. Die Stiftung setzt sich für die Restaurierung, Unterhaltung und Pflege ein. Reymann als ihr Vorsitzender bringt sich sowohl durch seine Tätigkeit als Architekt als auch durch die Akquirierung von Finanzmitteln ein. Für sein rastloses Engagement hat Oberbürgermeister Frank Meyer Reymann gestern im Rathaus mit der Stadtehrenplakette geehrt. Bereits im vergangenen Jahr hat der Landschaftsverband "Mr. Denkmalschutz" mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnet.

In zwei Jahrzehnten hat die Stiftung 14 Großprojekte gefördert. Das erste Projekt, das überregional für große Aufmerksamkeit gesorgt hat, war die Restaurierung der Krefelder Galopprennbahn (1,9 Millionen D-Mark). Weitere Projekte der Stiftung: Bismarckplatz (28.000 DM), Brücke am Voltaplatz (27.000 DM), Haus Lange/Haus Ester (1,234 Mio. DM); Hebefenster in Haus Lange (70.000 Euro), Deußtempel (38.000 Euro), Toranlage der Mennonitengemeinde (130.000 Euro), Deckenrestaurierung Haus Sollbrüggen (36.000 Euro), Lutherkirche (51.000 Euro), Gymnasium am Moltkeplatz/Pflaster (48.000 Euro); Olbrich-Künstlerhaus (10.000 Euro), Kaiser-Friedrich-Hain (40.000 Euro) und zuletzt der Musikpavillon im Stadtgarten (10.000 Euro), der im März eröffnet wurde.

(ped)
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