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Krefeld
Ein Autobahnschild weist künftig auf den Zoo hin

Krefeld. Die Kosten von 10.000 Euro übernehmen die Zoofreunde. Vorstand freute sich über Wiederwahl.

In naher Zukunft wird ein Autobahnschild auf den Krefelder Zoo hinweisen. Das teilte Peter Sulies, Schatzmeister der Zoofreunde Krefeld, im Rahmen der Jahreshauptversammlung mit. Die Kosten für dieses Schild in Höhe von 10.000 Euro wird einmal mehr der Förderverein tragen.

In den zehn Jahren, in denen der Zoo nun als gemeinnützige Gesellschaft auf eigenen Beinen steht, haben die Zoofreunde als "kleiner Gesellschafter" 4,3 Millionen Euro an den Zoo überwiesen. Zu 47 Prozent kam dieses Geld aus Vermächtnissen. Die Stadt Krefeld als Hauptgesellschafter investierte in dem selben Zeitraum lediglich 5,4 Millionen Euro.

"Anteilsmäßig hätte die Stadt jedoch noch weitere 7,5 Millionen Euro zahlen müssen", erklärte der Rechenexperte und forderte die Verantwortlichen bei der Stadt auf: "Wer einen Leuchtturm wie den Zoo haben möchte, der muss auch investieren. Die Zoofreunde können nicht alles allein machen, man denke nur an die nächsten anstehenden Projekte wie die Freianlagen für die Schimpansen und Orang-Utan oder ein neues Seelöwen-Becken." Zum letzten Mal stellte sich der alte Vorstand bestehend aus dem ersten Vorsitzenden Friedrich R. Berlemann, seinem Stellvertreter Dietmar Schörner und Schatzmeister Sulies zur Wahl. Erwartungsgemäß fiel das Ergebnis einstimmig zugunsten des beliebten Dreigestirns aus. Aber: "Wir sind vor acht Jahren gemeinsam angetreten und werden in zwei Jahren auch gemeinsam aufhören. Dann sind wir alle deutlich über 70 und es ist Zeit, für Jüngere Platz zu machen. Um Nachfolger werden wir uns in den kommenden Jahren intensiv bemühen", versprach Berlemann.

Neues aus dem Zoo erfuhren die Mitglieder auch. So sahen sie Bilder der jungen Jaguare, die Karneval zur Welt kamen, bisher aber noch nicht öffentlich zu sehen waren. Probleme gibt es weiterhin mit den Graureihern, die besonders den Pelikanen das Leben schwer machen. Das geht soweit, dass die Pelikane ihr Fressen wieder hervorwürgen, weil die Reiher ihnen auf den Schnabel hauen. Zurzeit werden sie deshalb weiter hinter den Kulissen gehalten. Ein neues Gehege für die Pelikane an der geplanten Afrika-Savanne sei deshalb umso wichtiger, erklärte Zoodirektor Wolfgang Dreßen.

(bk)
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