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Krefeld
Ein Blick in Krefelds kreative Köpfe

Krefeld: Ein Blick in Krefelds kreative Köpfe
Das iPattern-Institut der Hochschule beschäftigt sich mit der Erkennung von Mustern - ein Anwendungsgebiet: 3D-Stadtmodelle. Hochschule, Campus Süd, Reinarzstr. 49, Gebäude I. 10-16 Uhr. FOTO: Stadt Krefeld
Krefeld. 25 Firmen öffnen am Samstag, 14. Oktober, ihre Türen in den Labor- und Technikbereich. "Mit dem Aktionstag gibt es zum ersten Mal einen kleinen Einblick in die ausgeprägte Krefelder Innovationskraft", sagt Stadtmarketing-Chef Cloos. Von Joachim Niessen

Krefeld ist eine kreative Ideenschmiede. An Dutzenden Stellen in der Stadt wird erfunden, geforscht, verbessert und weiterentwickelt. Ein Trick, eine Eigenschaft, eine Funktion, ein Geschmack, ein kleiner Nutzen - daran arbeiten Experten in großen Labors und kleinen Tüftlerstuben unentwegt. "In Krefeld sind 365 Tage eines Jahres auch Labortage", sagt Stadtmarketing-Chef Uli Cloos. Sein Team hat 25 Krefelder Unternehmen zusammengebracht, die auf jeden Fall zwei Dinge gemeinsam haben.

Sie liefern Spitzentechnologie und Erfindergeist (teilweise) in die ganze Welt - und öffnen am kommenden Wochenende ihre Türen, damit Interessierte hautnah erleben können, was vor Ort in Firmen und Gewerbegebieten so alles geleistet wird. Cloos: "Im Perspektivwechseljahr ,made in Krefeld' gibt es mit dem Aktionstag zum ersten Mal einen kleinen Einblick in die ausgeprägte Krefelder Innovationskraft." Wichtig ist der Blick in den Flyer, der bei der Stadt ausliegt oder auch im Internet unter "www.krefeld.de/labortag" steht. Er informiert über Besichtigungszeiten, Anmeldemöglichkeiten - und ein Gewinnspiel.

Vom Berufskolleg über die Hochschule bis zum Textilforschungszentrum, vom Eis übers Bier bis zum Hightech-Produkt, von der Papierbeschichtung über die Saatgutentwicklung bis zum detailverliebten Kunststoffdesigner - die Palette ist unglaublich breit. Mit dabei sind die sogenannten kleinen Familienbetriebe wie die Eisdiele Fabris an der Hülser Straße, die stets am "richtigen Geschmack" für ihre kalten Leckereien forscht. Man kann sich schlimmere Testreihen vorstellen als die von Matteo Dibrina. Eisprobieren bis zur Vollendung. Über 25 verschiedene Sorten werden jeden Tag hergestellt.

Die Laufenberg GmbH beschichtet Papiere und Folien mit Silikon. An der Versuchsmaschine im "Sauberraum" ist der Entstehungsweg zum Produkt zu sehen. Krüserstr. 2, 11-16 Uhr. FOTO: Stadt Krefeld

360.000 Kühe stehen quasi an der Bischofstraße 85 ununterbrochen auf dem Prüfstand. Das Institut für Milchuntersuchung ist das zentrale Prüflabor für Rohmilch in NRW. Mit modernster Analysetechnik kontrollieren die Mitarbeiter täglich die von rund 3000 Milcherzeugern an die Molkereien gelieferte Milch auf verschiedenste Qualitätskriterien. Rund ums heimische Altbier geht es im alten Stellwerk direkt neben dem Nordbahnhof. Dort wird das "Schlüffken" gebraut und probiert.

Die Welt verbindet die Laufenberg GmbH, die Papiere und Folien mit Silikon beschichtet und zur weiteren Verarbeitung an Hersteller von Selbstklebeprodukten verkauft. Im eigenen Labor wird die Qualität mittels Röntgenfluoreszenz und Lasermikroskopie analysiert.

Rund 60.000.000 Kilogramm Saatgut verlassen jedes Jahr die Hallen bei Freudenberger. Magdeburger Str. 30, 12 bis 15 Uhr, Führungen um 12, 13, 14 Uhr (ohne Anmeldung). FOTO: Stadt Krefeld

Rund 60.000.000 Kilogramm Saatgut verlassen jedes Jahr die Lager- und Produktionshallen der Feldsaaten Freudenberger GmbH in Gartenstadt. Vom arabischen Partner bis zum Gartenfreund in der Region, jeder profitiert von dem Krefelder Produkt. Einzigartig ist die Mantelsaat, ein mit verschiedenen Komponenten umhülltes Saatgut, das in Krefeld entwickelt wurde. Das Sortiment umfasst mehr als 1.000 Saatgutprodukte - vom Gänseblümchen bis zum Riesenenergiegras.

Quelle: RP
 
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