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Serie Ausbildung Bei Currenta (10)
Ein Hochschul-Leben mit ganz viel Berufspraxis

Krefeld. Im dualen Studium lernen angehende Maschinenbauer die Theorie kennen und machen nebenbei auch eine Ausbildung. Von Bärbel Kleinelsen

Uerdingen Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, lautet das Motto beim dualen Studium. Die kooperative Ingenieur-Ausbildung nach dem Krefelder Modell, kurz KIA genannt, gibt es an der Hochschule Niederrhein im Fachbereich Maschinenbau seit 1982. Currenta gehört zu den Firmen, die dieses Studium möglich machen, und bildet derzeit rund 50 angehende Maschinenbauer verschiedener Jahrgänge aus.

Auch Lukas Frey hat sich für ein duales Studium entschieden und konnte einen der begehrten Plätze ergattern. Dafür zog der 19-Jährige aus Munster in der Lüneburger Heide nach Krefeld. Vier Jahre wird sein praktisch orientiertes Studium dauern, das die Ausbildung zum Industriemechaniker beinhaltet. "Uns ist immer bewusst, dass wir die Führungskräfte von morgen vor uns haben. Entsprechend behandeln wir die jungen Leute auch und setzen umgekehrt ein verantwortungsbewusstes und erwachsenes Verhalten voraus", erklärt Currenta-Ausbilder Franz-Hermann Diekmann. Seit 1987 begleitet er die Ausbildung junger Ingenieure und lobt: "Ich bin sehr zufrieden mit meinen Azubis. Es gibt keine Einzelkämpfer. Wenn es mal Probleme gibt, werden sie angesprochen und wir suchen nach Lösungen." Zwei Tage die Woche verbringt Lukas Frey auf dem Campus der Hochschule. Die restlichen drei Tage lernt er die Praxis im Currenta-Ausbildungszentrum Krefeld kennen und bekommt erste Einblicke in die Betriebe des Chemparks.

Ab dem fünften Semester wird er sich dann hauptsächlich auf sein Studium konzentrieren und nur die vorlesungsfreie Zeit im Unternehmen verbringen. "Jeder von uns wird in dieser Zeit einem Ingenieur zugeteilt, der uns bei Problemen hilft. Gleichzeitig begleiten wir ihn bei seinen Projekten und lernen dadurch den Arbeitsalltag kennen", sagt der 19-Jährige, der sich schon auf diese Zeit freut. Nach einem Jahr steht Lukas Frey noch am Anfang seines dualen Studiums. Später wird er sich spezialisieren und zwischen Konstruktions- und Produktionstechnik wählen können.

"Mich interessiert mehr die Produktion und dabei besonders der Bereich Energie. Ich habe schon das Kraftwerk kennengelernt und finde es spannend, dabei mitzuwirken, dass ein Unternehmen durch die optimale Nutzung seiner Energie wettbewerbsfähig bleibt", sagt der Student. Freiwillig besucht er mit seinen Kommilitonen an mehreren Samstagen im Jahr die Berufsschule, um sich auf die verschiedenen Prüfungen vorzubereiten. Ausbilder Diekmann: "Die Studenten haben schon einen straffen Zeitplan. Neben Abitur oder Fachabitur setzen wir deswegen voraus, dass sie selbstständig arbeiten können und Team fähig sind. Um zu prüfen, ob der Beruf zu einem passt, bieten wir einen Check-up-Test im Internet an. Schließlich kommen auf eine Stelle gut zehn Bewerber." Lukas Frey hat es geschafft. "Es ist genau das, was ich immer machen wollte."

Quelle: RP
 
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