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Krefeld
Ein Torso misst das Klima im Theater

Krefeld. Über einen seltsamen Sitznachbarn können sich Theaterbesucher in den kommenden Wochen wundern. Ab Freitag, 28. Oktober, hockt "Torsion" im Zuschauerraum - so heißt der Messkörper, mit dem die Technische Hochschule Köln das Raumklima im Theater untersucht. Krefeld ist eine von zehn bis 15 Stationen für das Forschungsprojekt "Energetische Querschnittserhebung deutscher Theaterspielstätten mit Schwerpunkt Komfortuntersuchung".

Etwa vier Wochen lang wird der Mess-Torso mit drei Modulen auf Kopf- Brust- und Fußhöhe eines sitzenden Menschen Werte Temperatur, Luftströmung und Co2-Gehalt ermitteln und speichern. "Der Theatergenuss wird dabei in keiner Weise beeinträchtigt", teilt Theatersprecherin Sabine Mund mit. Aber die Zuschauer können die Aktion unterstützen: "Um die Messdaten mit dem menschlichen Empfinden in Beziehung setzen zu können, wird zusätzlich eine Nutzerbefragung durchgeführt. Dazu liegen im Foyer Flyer mit Fragen aus, deren Beantwortung nur wenige Minuten dauert." Die TH Köln teilt mit, dass alle Daten anonym erhoben und die Antworten nach streng wissenschaftlichen Kriterien behandelt werden. Bisher lägen für den Gebäudetypus "Theaterspielstätte" weder energetische Kennwerte noch Daten zum Raumkomfort vor. Diese Lücke soll durch das Forschungsprojekt, das vom Ministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird, geschlossen werden.

Eine erste Bewährungsprobe muss "Torsion" am Samstag, 29. Oktober, bestehen. Dann hat Paul Linckes Operette "Frau Luna" Premiere. Und die Leidenschaft der Besucher ist bereits so heiß, dass noch vor der ersten Vorstellung zwei Zusatztermine angesetzt wurden: am 19. Januar und am 18. Juni 2017.

(ped)
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