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Krefeld
Einbrecher muss für 32 Monate ins Gefängnis

Krefeld. Das Krefelder Landgericht hat einen Mann aus Rumänien gestern wegen schweren Bandendiebstahls zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Das Urteil gegen den mitangeklagten Bruder wurde noch nicht gesprochen. Das Gericht sah vier Fälle des vollendeten und drei Fälle des versuchten Einbruchdiebstahls als erwiesen an.

Der Staatsanwalt hatte drei Jahre und acht Monate Haft beantragt. "Der Sachverhalt ist klar, der Angeklagte hat die ihm zu Last gelegten Taten gestanden", sagte der Richter in der Urteilsbegründung. Der heute 37-Jährige habe sich einer schon existierenden Diebesbande angeschlossen, deren Bandenchef in Krefeld lebte. Die Bande habe es schwerpunktmäßig auf Zigaretten, Geld und Waren abgesehen, die sich schnell verkaufen lassen. Der Erlös sei aufgeteilt worden. Der Richter betonte, dass der Angeklagte keinesfalls mit seinem Landsmann auf eine Stufe zu stellen sei, er habe keine führende Rolle gehabt. Aus der Telefonüberwachung wurde aber klar, dass der 37-Jährige immer mehr in die Tätigkeiten der Gruppe involviert wurde. Es ergebe sich ganz deutlich, dass er auch bei den Aufbrüchen dabei war. Der Richter sprach weiter von einem erheblichen Unrecht. Dennoch müsse man das Geständnis berücksichtigen und die Strafe im Verhältnis zu allen anderen Beteiligten anpassen.

Weitere Bandenmitglieder waren bereits im August zu Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren verurteilt worden. Ihnen konnte eine Einbruchserie in Krefeld, mehreren Städten des Kreises Viersen und in der Umgebung nachgewiesen werden. Der Gesamtschaden belief sich auf etwa 100 000 Euro. Das Verfahren gegen den Bruder wurde abgetrennt und wird im November fortgesetzt.

(BL)
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