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Krefeld
Eine Frau unter 25 Bahn-Azubis in Oppum

Krefeld: Eine Frau unter 25 Bahn-Azubis in Oppum
Svenja Roeber FOTO: Lammertz Thomas
Krefeld. Im größten deutschen DB-Werk der Fahrzeuginstandhaltung an der Breitenbachstraße werden seit 1892 junge Leute ausgebildet. In diesem Jahr kamen zu den aktuell 66 wieder 25 neue Auszubildende hinzu. Von Lena Bender

Es ist dem Engagement von Ex-Oberbürgermeister Dieter Pützhofen zu verdanken, dass das Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn (DB) in Oppum seinerzeit nicht geschlossen wurde, sondern auch heute noch existiert. Insgesamt werden dort 91 junge Leute in verschiedenen Berufen ausgebildet. Das Werk der Fahrzeuginstandhaltung in Oppum ist das größte seiner Art in ganz Deutschland. Seit 1892 werden dort jedes Jahr zahlreiche Lehrlinge ausgebildet. Jetzt wurden wieder 25 neue Auszubildende eingestellt. Wir stellen vier von ihnen und ihre Ausbildungsplätze vor.

Svenja Roeber, 19 Jahre, macht eine Ausbildung zur Industriekauffrau und muss sich als einzige Frau unter den neuen Auszubildenden durchsetzen können. "Aber die Jungs sind nett, wir kommen alle gut miteinander zurecht", sagt die 19-Jährige, die am 1. September mit ihrer Ausbildung angefangen hat. Als Industriekauffrau wird sie in verschiedenen Bereichen der betriebswirtschaftlichen Vorgänge Verantwortung übernehmen, ob Einkauf, Finanzen, oder Marketing. Doch am meisten interessiert Svenja Roeber das Personalmanagement. "Später würde ich gerne im Personalwesen arbeiten und mich zum Beispiel um die Ausbildungsbetreuung kümmern."

Gero Schatten, 21 Jahre, hat dieses Jahr mit seiner Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik angefangen. "Das Planen und Organisieren hat mir immer schon gut gefallen. Und im Bereich der Logistik geht es genau um diese Eigenschaften." In seiner dreijährigen Ausbildung wird er nicht nur im Werk Krefeld arbeiten, sondern vor allem auch im Außenlager Linn. Die Fachkraft für Lagerlogistik kümmert sich um die Annahme, die Einlagerung und den Versand verschiedenster Güter, und das weltweit.

Tobias Biefang, 28 Jahre, Ausbildung zum Industriemechaniker für Instandhaltung, ist bereits im dritten Lehrjahr und arbeitet zur Zeit in verschiedenen Werkstätten. "Ich hab mich schon immer für Technik und Mechanik interessiert." Der Industriemechaniker kümmert sich um Wartung und Reparatur von Maschinen und Anlagen und sorgt somit dafür, dass sie einsatzbereit sind. Nach seiner Ausbildung möchte er noch ein duales Studium bei der Deutschen Bahn anhängen, um in Maschinenbau seinen Bachelor zu machen. Der Bewerbungsprozess läuft. "Auch danach könnte ich mir gut vorstellen, bei der Deutschen Bahn zu bleiben und eine feste Anstellung anzunehmen", sagt der 28-Jährige.

Stefan Kastner, 24 Jahre, absolviert eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik. Er hat seine Ausbildung 2014 begonnen und ist somit ebenfalls im dritten Lehrjahr. Schon sein Fachabitur im Bereich Automatisierungstechnik hat ihm den Weg zum Mechatroniker geebnet. Im Beruf des Elektronikers geht es darum, die technischen Anlagen zu überwachen, Fehler und Probleme zu erkennen und Lösungen zu finden. "Mein letztes Projekt bestand darin, Aufsteller zur Mitarbeiterbefragung zu planen. Da geht es erst einmal um die Dimensionierung und die Materialauswahl und danach um die Umsetzung."

Im Anschluss an die Ausbildung plant er ein duales Studium im Bereich Elektrotechnik. Sein Wunsch ist es, später als Ingenieur im Fahrzeuginstandhaltungswerk Krefeld zu bleiben.

Quelle: RP
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