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Krefeld
Eine Pressekonferenz für Kinder

Krefeld: Eine Pressekonferenz für Kinder
Zahlreiche Nachwuchshockeyspieler des Crefelder HTCs verfolgten die erste KInder- und Jugendpressekonferenz der Vereinsgeschichte. FOTO: L. Strücken
Krefeld. Zum ersten Mal in seiner 126 Jahre langen Vereinsgeschichte hat der Crefelder HTC eine Pressekonferenz speziell für seine Kinder- und Jugendmannschaften veranstaltet. Anlass boten die zahlreichen Erfolge der Jugendmannschaften. Von Cornelia Brandt

Zu einem ganz besonderen Termin hatte Crefelder Hockey- und Tennis Club eingeladen: Zum ersten Mal in 126 Jahren Vereinsgeschichte gab es eine Kinderpressekonferenz. Spieler aus den Kinder- und Jugendmannschaften standen der Anwesenden Rede und Antwort und konnten dabei auch gleich die Erfahrung machen, dass es ganz schön Lampenfieber verursachen kann, wenn man vor den Augen vieler Zuhörer derart ausgefragt wird. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Leiter der RP-Sportredaktion Krefeld, Oliver Schaulandt.

Zu erfahren gab es jede Menge Spannendes. Anton Zickler etwa, der in der männlichen A-Jugend antritt, berichtete, dass er bereits einmal in der Bundesliga mitspielen durfte. Von seinem Mannschaftskollege Leon Aumüller wollte das Publikum erfahren, ob es stimme, dass er künftig nur noch in den Niederlanden spielen würde. Aber er konnte den Fragesteller beruhigen, er wolle zunächst in Deutschland angreifen, auch wenn im Nachbarland sein Trikot seinen Spitznamen ,Käsekonsul' tragen würde. Von Johanna Schneider, genannt Jojo, die in der weiblichen A-Jugend antritt, war zu erfahren, dass sie im kommenden Jahr das Abitur machen werde und ihre Pläne, ob sie weiterhin in Krefeld spielen werde, ungewiss sind.

Auch die noch Jüngsten wurden eifrig befragt. Ella Wilke und die Zwillinge Leni und Lisa Fohr konnten gemeinsam mit ihrer Mädchen C-Mannschaft den großen Erfolg verbuchen, in der jetzt beendeten Feldhockey-Saison in der Bezirksoberliga Erste geworden zu sein. Am besten fanden sie es aber, als sie einmal gegen einen der Gegner "13 oder 14 zu Null gewonnen haben. Aber wir haben auch schon mal gegen Dortmund 0:6 verloren", gaben sie ein wenig verlegen zu. Zur kommenden Saison wechseln sie in die B3 und dürfen dann in der Verbandsliga spielen. Dann werden auch die Laufwege länger: Bis jetzt spielen die Mädchen auf dem Halbfeld, dann wird es das Dreiviertel-Feld sein.

Die erste Pressekonferenz: die drei Nachwuchshockeyspielerinnen Ella Wilke, Leni und Lisa Fohr im Gespräch mit RP-Sportredakteur Oliver Schaulandt. FOTO: Strücken Lothar

Die männliche Jugend A II vertraten bei der Pressekonferenz Vincent Causin und Tim Wellen. Mit ihrer Mannschaft sind sie Verbandsligameister geworden. "Die Verbandsliga ist eher locker. Da ist auch schon mal die dritte Halbzeit wichtig", erzählte Tim und schmunzelte. Denn als dritte Halbzeit wird üblicherweise das Bierchen nach dem Sport bezeichnet. Elias Friedrich und Matz Westphal, beide männliche Jugend B, betreiben ihren Sport eher leistungsorientiert und sind auf Deutschlandebene in der Zwischenrunde bis ins Viertelfinale gekommen. Elias ist sogar für die deutsche Herrennationalmannschaft U16 nominiert worden. "So eine Chance muss sich entwickeln, dann da gut rein zu kommen", weiß er.

Isabel von Aschwege und Lisa Nolte (beide weibliche Jugend B1) berichteten, dass sie es bis ins Achtelfinale der deutschen Zwischenrunde geschafft hätten, und Marie Holzaht und Annika Noell (beide weibliche Jugend B2) sind mit ihren Mitspielerinnen in der Verbandsliga Dritte geworden. Darüber hinaus erklärten sie den Zuhörern, dass die Feldhockeysaison immer bis zu den Herbstferien gehe und danach die Hallensaison starte.

Bereits mit vier Jahren das Hockeyspielen angefangen hat Julius Wirtz (Knaben B1). Ob da nicht der Schläger größer gewesen sei als er selbst, wollte Moderator Schaulandt wissen. "Nein, denn der reicht immer bis kurz über Bauchnabelhöhe", klärte der junge Spieler auf. Und er muss es wissen, spielt er doch inzwischen selbst ist rund acht Jahren Hockey. In der vergangenen Saison in der Verbandsliga gespielt haben Luna Lenzen, Hanna Windheuser und Marlene Schmitt (alle B2). Ab der Feldhockeysaison 2017 spielen sie in der A, dann hoffen sie, noch weiter zu kommen.

Für die Mädchen B-Mannschaft wagten sich Nele Rösch und Caro Knobling als Redner vor das Publikum. In der Regionalliga sind sie Sechste der Zwischenrunde des WHV geworden und damit auch zufrieden. "Beim Vorbereitungsturnier für die Hallensaison in Dinslaken-Hiesfeld sind wir sogar Zweiter geworden", berichteten sie. Der Saisonstart lässt sich also gut an. Auch Kai Vanheiden und Ben Bongers (Knaben A2 und 3) erzählten von ihren Erfolgen, und Mika Schröders und Clemens Dickel dürfen mit Stolz den Titel Westdeutscher Meister der Knaben A1 tragen.

Westdeutsche Vizemeister wurden Sara Strauß, Felipa van Fürden und Helene Stöckmann mit ihrer A1-Mannschaft. Außerdem räumten sie den dritten Platz Deutschlands ab und werden als die erfolgreichste Mannschaft des CHTC gefeiert. "Unser Ziel für die Hallensaison ist, die Westdeutsche Endrunde zu erreichen", sagte Helene. Ganz andere Ziele haben hingegen Pauline Roslawski und Hannah Engling (A2). "Wir werden in der Hallensaison eine komplett neue Mannschaftskonstellation haben", erklärte Hannah. Da sei es erstmal wichtig, sich als Gruppe richtig zusammenzufinden, damit es dann auch rund laufe.

Quelle: RP
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