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Krefeld
Elternhaltestelle für Lindentaler Grundschulen

Krefeld. Jeden Morgen um 8 Uhr herrscht vor der Lindenschule und der St.-Michael-Schule starker Verkehr, weil Eltern ihre Grundschulkinder direkt vor dem Schultor absetzen wollen. Dabei ignorieren sie die Tatsache, dass sie dadurch andere Schüler in Gefahr bringen, berichten die Schulleiterinnen Claudia Gehlings und Anne Maaßen. Engagierte Eltern haben sich jetzt zu einer Initiative zusammengeschlossen und erreicht, dass seit dieser Woche eine Elternhaltestelle an der Gastendonkstraße, ungefähr 400 Meter von der Schule entfernt, eingerichtet wurde. Ungefähr die Hälfte aller Schüler, schätzt Schulleiterin Maaßen, werden noch mit dem Auto gebracht. Die Haltestelle soll dafür sorgen, dass es weniger Verkehr direkt vor den Schultoren gibt. "Außerdem können sich die Kinder vor Schulbeginn schon mal ausquatschen und frische Luft bekommen", sagt Maaßen.

Zur Eröffnung der Haltstelle gingen alle Kinder jetzt erstmals in Zweierreihen Hand in Hand ihren neuen Schulweg ab. Reizvoll für die Kinder wird sein, dass sie durch das morgendliche Laufen zur Schule Punkte für ihre Klasse sammeln können. Die Klasse, in der in einem Monat die meisten Schüler von der neuen Elternhaltestelle aus zur Schule gelaufen sind, wird einen Preis gewinnen. "Wir hoffen so, durch die Kinder auch an die Eltern zu gelangen", fügt Gehlings hinzu.

"Auf dem fünfminütigen Schulweg lernen die Kinder auch, wie man sich sicher im Straßenverkehr bewegt", sagt Polizeihauptkommissar Rainer Behrens. Zuvor haben die beiden Schulen ausgewertet, wo der Großteil der Schüler wohnt, um den optimalen Platz für die Elternhaltestelle zu ermitteln.

Viele Kinder freuen sich schon auf ihren morgendlichen Schulweg, denn "das ist sicherer", sagt die Erstklässlerin Lilly. Warum ihr der neue Schulweg so gut gefällt? "Weil meine Mama das besser findet", sagt sie und kichert, und Ileni fügt hinzu "Ich will auch mal laufen." Rainer Behrens verspricht: "Diese dritte Haltestelle wird sicher nicht die letzte in Krefeld sein."

Am zeitgleich stattfindenden Verkehrssicherheitstag konnten die Schüler schließlich auch etwas über die Gefahren des Toten Winkels lernen, eine Alkoholbrille anziehen, die einen Rauschzustand simuliert, und einen Überschlagssimulator erleben.

(ltw)
 
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