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Krefeld
Endlich ein Kirchplatz für St. Gertrudis

Krefeld: Endlich ein Kirchplatz für St. Gertrudis
Quadratisch angelegt hebt der bewusst schlicht gestaltete, autofreie neue Kirchplatz die modernen Neubauten des Pfarrzentrums mit Saal (links) und Kita hervor. FOTO: A. Kozok
Krefeld. Der intime Platz wird umfasst vom neuen Pfarrzentrum für die fünf Gemeinden der Pfarre von St. Christophorus, dem Kita-Neubau, der Kirche sowie dem Pfarrhaus und der Alten Kaplanei. Der Komplex wurde am Wochenende eingeweiht. Von Jochen Lenzen

Die Gemeinde St. Gertrudis verfügt jetzt erstmals über einen Kirchplatz und einen Neubau für eine fünfgruppige Kita und die Pfarre St. Christophorus über ein modernes Pfarrzentrum mit Pfarrsaal. Am Wochenende wurde der Neubaukomplex, errichtet nach Plänen von Architekt Alexander Kozok, von Karl Reger, emeritierter Aachener Weihbischof und lange Jahre in Bockum tätig, und Pfarrer Karlheinz Alders eingeweiht. Beide hatten zuvor mit Pfarrer Hans Gerd Schütt in der fast überfüllten Kirche einen feierlichen Gottesdienst zelebriert.

Der 400 Quadratmeter umfassende Kirchplatz wird von den Neubauten sowie der Kirche, dem Pfarrhaus und der Alten Kaplanei eingefasst und ist bewusst schlicht gehalten. Die Atmosphäre dieses Platzes ist zur Unterstützung des neuen Orts bewusst schlicht und reduziert gestaltet. Er ist mit anthrazitfarbenen Platten belegt, mit einem Amberbaum und einigen Gewächsen am Rand begrünt. Die Abgrenzung zur Uerdinger Straße verleiht dem für Autos gesperrten Platz Ruhe und Intimität. Zugänglich ist der Platz aus Westen, Norden und Osten. Kurz parken können Eltern, die ihre Kinder in die Tagesstätte bringen, auf einem neuen Parkplatz östlich des Pfarrzentrums an der Uerdinger Straße.

Blick in das als zentrales Forum angelegte Kinder-Restaurant. FOTO: Alexander Kozok

Das neue Pfarrzentrum präsentiert sich als Backsteinbau mit rotbraunen Klinkern, deren Farbgebung der Gertrudiskirche angepasst sind. Statisch und symbolisch wird es von fünf Sichtbetonstützen getragen, die mit ihren kleinen Bronzegüssen für die fünf Gemeinden der Pfarre - ihr gehören neben St. Gertrudis auch die Gemeinden Herz Jesu Bockum, St. Hubertus, Christus König und St. Josef Traar an - stehen. Zu dem Verwaltungszentrum der Pfarre gehört auch der große, lichte Pfarrsaal für Feste, Chorproben und andere Veranstaltungen der Pfarre. Im Obergeschoss des Pfarrzentrums befinden sich zahlreiche Gruppenräume für die Senioren-, Katecheten- und Bildungsarbeit sowie Zimmer für die Verwaltung und den Kirchenmusiker.

Mehr als 100 Kinder sind vor einigen Wochen bereits in die neue Kita im Erdgeschoss eingezogen, zu der als Besonderheit auch ein Kinder-Restaurant gehört, das als zentrales Forum den Mittelpunkt der Kita bildet, mit dem alle fünf Gruppen verbunden sind. Die dazugehörige große Küche steht auch für andere Veranstaltung im Pfarrzentrum zur Verfügung.

Der nach Osten ausgerichtete Lageplan mit den neuen und alten Gebäuden um den neuen Kirchplatz. FOTO: Alexander Kozok

Die Gruppenräume der Kita sind allesamt nach Außen orientiert und haben direkten Zugang zu der sich im Süden anschließenden großen Freifläche mit Spielgeräten, die nach den Plänen von Architekt Manfred Tilosen gestaltet wurde.

Nachdem die alten Bauten von September bis Oktober 2015 abgerissen worden waren, konnte im November mit dem Bau des rund 5,3 Millionen Euro teuren Projekts begonnen werden. Dass der Zeitrahmen und die Kosten so gut wie nicht überschritten wurden, hatte Pfarrer Karlheinz Alders schon im Gottesdienst erfreut festgestellt.

Quelle: RP
 
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