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Krefeld
Energie aus Mini-Blockheizkraftwerk

Krefeld. Versuchsanlagen im Stadtbad Fischeln und in einem Haus an der Kölner Straße

Mit dem öffentlich geförderten Landesforschungsprojekt "KWK-Modellkommune" wollen die Stadtwerke Krefeld (SWK) ihren Teil zur Energiewende vor Ort beitragen und die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in der Stadt weiterentwickeln. "Die so oft zitierte Energiewende muss lokal vor Ort beherrscht werden. Fossile Großkraftwerke sind in unseren Augen nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben", sagt Carsten Liedtke, Sprecher des SWK-Vorstands. Mit dem Einbau hochmoderner und intelligenter Mini-Blockheizkraftwerke in zwei Versuchsanlagen im Stadtbad Fischeln und in einem Krefelder Mehrfamilienhaus an der Kölner Straße erzeugen die SWK zukünftig direkt vor Ort Elektrizität und Wärme.

Die Bauarbeiten schreiten planmäßig voran. Jüngst wurde der Wärmespeicher für das Stadtbad Fischeln angeliefert und mit Hilfe eines Krans an der Rückwand des Gebäudes aufgestellt. Rund 10.000 Liter fasst der Behälter. Ein solcher Wärmespeicher ist notwendig, damit die Anlage bei Bedarf Strom produzieren kann, unabhängig davon, ob die Wärme im Versorgungsobjekt zeitgleich mit der Stromproduktion genutzt werden kann. Die Wärme geht dadurch nicht verloren, sondern wird in dem Wärmespeicher gepuffert und kann flexibler genutzt werden.

Die beiden neuen Mini-Blockheizkraftwerke sind inzwischen angeschlossen, allerdings noch nicht zu einer intelligent gesteuerten Kraft-Wärme-Kopplung fähig. Diese technischen Arbeiten stehen als nächstes an und werden spätestens im Herbst abgeschlossen sein. Dann beginnt die Energiewende vor Ort für das Stadtbad Fischeln und das Mehrfamilienhaus an der Kölner Straße.

(jon)
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