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Krefeld
Entdecker des Wals von Kervenheim geht in den Ruhestand

Krefeld. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) hat in einer Feierstunde in Krefeld Professor Josef Klostermann, den langjährigen Direktor des Geologischen Dienstes NRW, in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig ernannte er Ulrich-Wilhelm Pahlke zu dessen Nachfolger.

An der Feier im Geologischen Dienst in Krefeld nahmen mehr als 230 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Kultur teil. Neben Minister Duin sprachen der Krefelder Oberbürgermeister Frank Meyer, der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Prof. Hans-Joachim Kümpel, der Rektor der Universität Duisburg-Essen, Prof. Ulrich Radtke, die Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe Barbara Rüschhoff-Thale und Barbara Driesen für den Personalrat des Geologischen Dienstes.

Minister Duin dankte Klostermann für seine erfolgreiche Tätigkeit. Er habe die Stellung des Geologischen Dienstes NRW als herausragende, praxisorientiert arbeitende geowissenschaftliche Facheinrichtung des Landes gestärkt und ausgebaut. Mit Pahlke sei ein kompetenter Nachfolger gefunden worden. Klostermann ist ein international renommierter Eiszeitforscher, der die Geschicke des Geologischen Dienstes als Direktor seit 2002 geprägt hat. Auf seine Initiative gehen das landesweite Geothermieportal, die Rohstoffkarten und das Monitoring zurück, das zu einer nachhaltigen Nutzung begrenzter Rohstoffressourcen beiträgt. Über 180 Publikationen zeugen von seinem großen geowissenschaftlichen Interesse. Sein Buch "Das Klima im Eiszeitalter" ist sogar in einer zweiten Auflage erschienen.

Der breiten Öffentlichkeit ist Klostermann durch seine Vorträge bekannt geworden, in denen er wissenschaftliche Sachverhalte verständlich vermittelt hat. Zu den herausragenden Ereignissen in seinem Geologenleben gehört die sensationelle Entdeckung des zehn Millionen Jahre alten "Wals von Kervenheim" 1987, der heute im Original im Foyer des Geologischen Dienstes zu besichtigen ist.

Sein Nachfolger, Diplom-Geograf Pahlke, ist im Ruhrgebiet aufgewachsen. Er hat über die Langzeit-Entwicklung von chemischen Eigenschaften nordrhein-westfälischer Waldböden promoviert und ist seit 1984 beim Geologischen Dienst in unterschiedlichen Aufgabenbereichen und Funktionen tätig.

Quelle: RP
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