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Krefeld
Erinnerung an den Krefelder Poeten Rochow

Krefeld. Heute vor 50 Jahren, am 24. Mai 1966, verunglückte der Krefelder Lyriker Joachim Rochow tödlich. 1938 in Hannover geboren, war er als Zwölfjähriger mit seinen Eltern nach Krefeld gezogen. Früh begann er zu schreiben. Bereits mit 22 stellte er 1960 im Krefelder Bildungswerk seine Gedichte vor. Ein Kritiker schrieb damals: "Ecce Poeta! Man darf sicher große Erwartungen an diesen jungen Dichter stellen." 1962 erschien sein erster Gedichtband "den Tod lass uns lynchen"im Verlag Karlsruher Bote.

1966, wenige Wochen nach seinem Tod, erschien der von Hilde Domin herausgegebene Lyrikband "Doppelinterpretationen", in dem auch Rochow mit Gedicht und Interpretation vertreten ist. Bei jedem Gedicht gibt es eine Interpretation des Verfassers und die eines Kritikers. Die Doppelinterpretationen eröffneten einen neuen und individuellen Zugang zu neuer Poesie.

Etwa zwei Drittel des dichterischen Nachlasses von Joachim Rochow wurden von Hilde Domin zugänglich gemacht. Der Gedichtband erschien 1968 mit dem Titel "Der leise Krieg" im Atelier Verlag Andernach. In ihrem Nachwort schrieb Hilde Domin: "Er war einer der Allerjüngsten, aber kein Dichter ist so alt wie ein toter junger Dichter.

Quelle: RP
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