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Krefeld
Mobile Eishalle soll 2018 eröffnen

Krefeld. Krefeld war bei einer Informationsveranstaltung des Deutschen Eishockey-Bundes in Köln stark vertreten. Die UWG in Krefeld will schon bald ein Konzept für einen Neubau vorlegen. Entstehen soll eine Halle mit zwei Eisflächen. Von H.-G. Schoofs

Die Sorge um eine gesicherte Zukunft des Eissports in Deutschland ist groß. Die gut 400 Eishallen- oder Bahnen der Republik sind im Schnitt 41 Jahre alt. Der Sanierungsstau ist erheblich. Auf der einen Seite besteht eine große Nachfrage nach Eiszeiten, auf der anderen Seite müssen Hallen geschlossen werden, da sie den Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) will sich dem Thema Eishallen jetzt intensiver annehmen und hat den "DEB Facility Pool" gegründet. Unter dem Motto "Neue Eishallen braucht das Land" fand am Dienstag in Köln im Rahmen der internationalen Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bäderanlagen (FSB) eine Infoveranstaltung der DEB und des Eishockey-Verbandes NRW, dessen Vizepräsident Achim Staudt, auch Vorsitzender des Krefelder EV, ist.

Krefeld war in Köln unter den rund 120 Teilnehmern stark vertreten. Schließlich brennt hier das Thema "Marode Eishallen" allen Beteiligten unter den Nägeln. Rittberger- und Rheinlandhalle sind gut 60 Jahre alt. Rund 16 Millionen Euro würde die Sanierung beider Hallen kosten.

"Ich habe selten eine so gelungene Veranstaltung erlebt. Ich kann Herrn Staudt nur gratulieren", sagte gestern Matthias Pasch, der stellvertretende Leiter des Sport-und Bäderamtes, der mit zwei Kollegen in Köln war. Auch drei Vertreter der Pinguine Supporters und Christoph Dahmen, der für die SPD im Sportausschuss sitzt, informierten sich.

"Wir haben mit dem Fünf-Sterne-Programm für die Nachwuchsförderung einen Impuls gesetzt. Aber dieses Programm droht mangels Eisflächen zu scheitern", sagte DEB-Präsident Franz Reindl bei seiner Begrüßung. Auch für den Breitensport sei der Fortbestand und der Neubau von Hallen enorm wichtig: "Wir haben in Deutschland um die 150 000 Hobby-Eishockeyspieler. Das sind deutlich mehr als die lizenzierten Spieler. In Krefeld warten gut 500 Hobbyspieler auf die zweite Eisfläche. Sie fahren derzeit sogar bis nach Wesel, um Eis zu bekommen."

Sehr interessant waren die Informationen zum Thema "Mobile Eisanlage", die zunächst als Übergangslösung in der Rittbergerhalle vorgesehen ist und zur Eiszeit 2018/19 in Betrieb genommen werden soll. "Wir sind schon länger mit Firmen, die auch bei dieser Veranstaltung vertreten waren, im Gespräch", sagte Matthias Pasch. Die vorhandene Eisfläche (60x30 m) wird reduziert (56x26 m) damit eine neue Bande installiert werden kann.

Krefelds Beigeordneter Thomas Visser gab sich gestern im RP-Gespräch sehr zuversichtlich, dass die mobile Anlage rechtzeitig in Betrieb genommen werden kann: "Wir sind in der Pflicht. Ich muss eine Lanze brechen für die Vereine, die mit uns sehr gut zusammenarbeiten. Es gibt keine Krawall-Diskussionen." Die Frage, ob alte Hallen komplett saniert oder durch neue ersetzt werden sollen, wurde in Köln klar mit neu beantwortet. Eine Eishalle mit 1000 Sitz- und 300 Stehplätzen, sechs Umkleidekabinen sowie Reha-Kraft und Trainingsräumen kostet zwischen sechs und sieben Millionen Euro (ohne Grundstück). Die UWG in Krefeld will in Kürze ein Modell für eine Halle mit zwei Eisflächen im Bereich des KöPa vorstellen, das mit Hilfe eines Investors finanziert werden soll.

Quelle: RP
 
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